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Ante Rebic „Das war das beste Jahr meiner Karriere“

Eintracht-Stürmer Ante Rebic spricht im Interview über den Pokaltriumph, das Lebensgefühl in Frankfurt und den schon längst legendären „Bruda“-Spruch von Kevin-Prince Boateng.

Ante Rebic
Ante Rebic blickt auf ein unvergessliches Jahr 2018 zurück. Foto: Stefan Krieger

Herr Rebic, wenn Sie jetzt, da sich das Jahr dem Ende zuneigt, auf 2018 zurückblicken, was fällt Ihnen da ein?
Ist ganz gut gelaufen (lacht).

Ist ganz gut gelaufen, das ist ja wohl die Untertreibung des Jahres.
Lassen Sie uns bitte mal von vorne beginnen: Als ich von der Weltmeisterschaft und dem anschließenden Urlaub wieder zurück nach Frankfurt kam, wusste ich nicht genau, wie stark die Mannschaft sein wird. Viele Spieler hatten den Verein verlassen, neue sind hinzugekommen, wir haben auch einen neuen Trainer bekommen. Im Laufe der Zeit hat man dann gesehen, dass das immer besser zusammenpasst. Wir haben hart gearbeitet, jeder respektiert den anderen, jeder kämpft für den anderen. Ich denke, das sieht man auf dem Platz. Wir sind auf einem guten Weg. Das lässt sich auch an den Resultaten ablesen.

Andere beschreiben die Situation der Eintracht sehr viel euphorischer, das Team ist die Mannschaft der Stunde, rockt die Bundesliga. Das ist ganz erstaunlich, so etwas gab es seit einem Vierteljahrhundert nicht mehr.
Über die Geschichte kann ich nichts sagen, wir schauen wirklich nur von einem Spiel zum nächsten, damit sind wir gut gefahren: Neun Siege, ein Unentschieden aus den letzten zehn Spielen – das ist nicht so schlecht.

Weshalb ist die Mannschaft so bärenstark?
Ich kann das nicht genau beantworten. Wir sind füreinander da, wir haben einen guten Geist, sind ein verschworener Haufen. Und wir haben einen guten Trainer, der immer ein offenes Ohr hat und uns Spieler versteht.

Ganz Deutschland spricht von dem zügellosen Eintracht-Sturm, der alle Parameter sprengt, eines der besten Trios in ganz Europa ist. Das ist doch unglaublich.
In der vergangenen Saison haben wir nie alle zusammen gespielt, die meiste Zeit haben Sebastien Haller und ich gespielt, Luka Jovic war oft auf der Bank. Aber in dieser Spielzeit ist es halt auch für den Trainer schwierig, einen von uns auf die Bank zu setzen, da wir einen ganz guten Job machen. Luka und Seb sind sehr gute Spieler, das zeigen sie in jedem Spiel, sie treffen ja auch sehr oft, beide schon neunmal in der Liga. Ich habe ein paar Tore weniger erzielt.

Aber Sie sind ja ein anderer Spielertyp, und sie waren zu Saisonbeginn auch noch verletzt.
Das ist korrekt, ich habe mich dann in Belgrad behandeln lassen. Aber es war ja nicht nur die Verletzung. Ich konnte wegen der WM die Vorbereitung nicht mitmachen, das spüre ich teilweise jetzt noch.

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