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Ante Rebic Ante Rebic verlässt Eintracht Frankfurt

Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic ist nicht gewillt, die 3,2 Millionen Euro für Stürmer Ante Rebic an den AC Florenz zu zahlen. Der Schütze des einzigen Frankfurter Tores im Pokalfinale wird somit den Klub verlassen.

Verlässst die Eintracht: Ante Rebic. Foto: imago/Schüler

Auf dem Titelbild des letzten Stadionheftes der Frankfurter Eintracht prangt ein großes Bild von Ante Rebic, dazu ist im Inneren des Heftes eine Story über den Stürmer veröffentlicht, der erstaunlicherweise in seine persönliche Traumelf neben Zidane, Ronaldinho und del Piero auch den Kollegen Branimir Hrgota berief.

Das war eine Woche vor dem Berliner Pokalfinale, in dem Rebic den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich erzielte.

Das war die letzte Aktion des Kroaten im Eintracht-Dress, denn die Frankfurter haben am Montagabend die Trennung von dem Stürmer bekanntgegeben.

 

In der vergangenen Woche hatte der Klub bereits die Option verstreichen lassen, die eine Weiterverpflichtung des vom AC Florenz ausgeliehenen Angreifers ermöglicht hätte.

Für die festgeschriebene Ablösesumme von 3,2 Millionen Euro hätten die Hessen den unkonventionellen Flügelspieler behalten können. Sportvorstand Fredi Bobic war offenbar nicht gewillt, mehr als drei Millionen Euro nach Florenz zu überweisen; er versuchte den Preis zu drücken.

Geht Rebic zum Aufsteiger Hannover?

Der Poker um den Spieler, der zwar über jede Menge Zug zum Tor verfügt, aber nicht sonderlich torgefährlich ist – in 28 Pflichtspielen sind ihm drei Treffer gelungen – ist damit beendet. Prompt hat die Bundesligakonkurrenz von Hannover 96 den Finger gehoben.

In Frankfurt war man nicht komplett von dem 23-Jährigen überzeugt. Klar, seine Stärken sind bekannt, seine Physis, sein Durchsetzungswillen, sein Drang zum Tor, seine Dribblings, auf der anderen Seite hat Ante Rebic gewisse Defizite mit der Disziplin, er sah zehn Gelbe Karten.

Zudem hat er gewisse Schwächen in der Rückwärtsbewegung. Gerade darauf legt Trainer Niko Kovac, der in der zurückliegenden Runde manchen Strauß mit Rebic ausgefochten hat, großen Wert.

Schließlich stehen in Mijat Gacinovic und Danny Blum zwei Akteure bereit, die ebenfalls auf dem Flügel spielen können. Zudem hat die Eintracht Interessen an André Hahn von Borussia Mönchengladbach angemeldet.

Fernandes soll führen

Neben Rebic werden, aber das ist keine Überraschung, auch die Leihspieler Michael Hector, Shani Tarashaj, Guillermo Varela, Haris Seferovic (Benfica Lissabon) und Heinz Linder (wohl Grasshopper Zürich) definitiv den Klub verlassen.

Im Falle Lukas Hradecky ist eine erste Frist verstrichen, ohne dass sich beide Partien verständigt hätten. Die Fronten sind verhärtet. Die Vorstellungen beider Parteien liegen noch zu weit auseinander, der 27 Jahre alte finnische Nationaltorhüter will zusätzlich zum Gehalt noch besondere Paraden eigens vergütet bekommen.

Mit der Verpflichtung des im September 31 Jahre alt werdenden Schweizer Nationalspielers Gelson Fernandes, der für eine vergleichsweise kleine Ablösesumme von Stade Rennes kommt, ist immerhin eine erste (von vielen) Baustellen im defensiven Mittelfeld geschlossen worden.

Fernandes, der in den vergangenen zehn Jahren für zehn verschiedene Vereine gespielt hat, ist auch verpflichtet worden, um als eine Art Führungsspieler voran zu gehen. „Er ist auch charakterlich eine echte Bereicherung für uns“, ließ Eintracht Frankfurt wissen.

Fernandes gilt als laufstarker Spieler, der sich freilich zuweilen taktisch nicht immer geschickt verhält. In Freiburg immerhin absolvierte er in deren Europa League-Saison immerhin 38 Pflichtspiele.

Bedarf im Mittefeld und in der Abwehr

Dennoch muss weiterhin im Mittelfeld nachgebessert werden. Wann Omar Mascarell zum Team stoßen wird, ist weiterhin völlig offen. Wegen anhaltender Achillessehnenbeschwerden empfehlen deutsche Mediziner inzwischen eine Operation, die spanischen Kollegen halten eine konservative Behandlung für ausreichend.

Immerhin sieht es bei Makoto Hasebe, der sich im Frühjahr einer Knieoperation wegen frei schwebender Knorpelsplitter unterziehen musste, einigermaßen positiv aus.

Großen Bedarf haben die Frankfurter weiterhin in der Innenverteidigung; in David Abraham steht bislang eine taugliche Kraft zur Verfügung.

Zweifel bestehen, ob Marco Russ und Andersson Ordonez mehr sein können als Ersatz. Immerhin ist mit Danny da Costa ein weiterer Rechtsverteidiger dazugestoßen, so dass Timothy Chandler zur Not auch zentral verteidigen könnte.

Vieles deutet darauf hin, dass Eintracht Frankfurt mit der Besetzung der Innenverteidigung bis ganz zum Schluss wartet, weil nicht sicher ist, ob Jesus Vallejo nicht doch noch ein weiteres Jahr in Frankfurt spielen könnte.

Die Kontakte zu Real Madrid gelten als ausgezeichnet. Geduld wird da erstes Gebot sein.

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