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DDR-Ruderin Cornelia Jeske Dopingopfer will monatliche Rente

Die frühere DDR-Ruderin Cornelia Jeske klagt vor dem Sozialgericht Magdeburg. Medieninformationen zufolge will die 46-Jährige vom SC Dynamo Berlin eine monatliche Rente erzielen.

29.12.2009 00:12

Das staatlich anerkannte DDR-Dopingopfer Cornelia Jeske hat vor dem Sozialgericht Magdeburg Klage eingereicht. Nach Informationen des Deutschlandfunks will die 46-Jährige, die unter ihrem Mädchennamen Reichhelm Hochleistungsrudern beim SC Dynamo Berlin betrieben hat, eine monatliche Rente erzwingen.

Der Dopingopfer-Hilfeverein unterstützt die frühere Ruderin. "Für befürworten ein solches Vorgehen, weil viele Dopingopfer keinen ordentlichen Beruf mehr ausüben können. Cornelia Jeske erhält von uns beim Prozess finanzielle Unterstützung", sagte Klaus Zöllig, Vorsitzender der Dopingopferhilfe.

Jeske ist seit dem Jahr 2000 wegen ihrer veränderten Wirbelsäule berufs- und erwerbsunfähig. 2003 hatte sie aus dem Etat des Dopingopfer-Hilfegesetzes den Einmalbetrag von 10439 Euro erhalten. Vom Deutschen Olympischen Sportbund und dem Bund sowie von Jenapharm, dem früheren Produzenten des DDR-Anabolikums Oral-Turinabol, gab es zudem jeweils 9250 Euro.

In einem ersten Verfahren vor dem Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales wurden Jeskes Forderungen mit dem Verweis auf ein Gutachten der Uni Münster zurückgewiesen. Das Gutachten hatte keinen Zusammenhang zwischen der Einnahme von anabolen Steroiden und den Gesundheitsstörungen erkannt. (sid)

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