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Borussia Dortmund - Galatasaray Istanbul Krawalle überschatten BVB-Sieg

Krawall-Alarm: Immer wieder wird die Champions-League-Partie zwischen Borussia Dortmund und Galatasaray Istanbul unterbrochen - weil extatische Fans aus dem türkischen Block Böller auf das Spielfeld werfen. Kurz sieht es gar nach einem vorzeitigen Ende der Begegnung aus.

04.11.2014 23:05
Immer wieder zünden Fans im türkischen Block Knall- und Rauchbomben. Schiedsrichter Pavel Kralovec musste die Partie pausieren. Foto: dpa

Ein klarer Sieg der Borussia Dortmund gegen Galatasaray Istanbul in der Champions League geriet immer mehr zur Nebensache, als randalierende Fans aus dem türkischen Block Knall- und Rauchbomben zündeten und sie auf das Spielfeld - und auf friedliche Fans warfen. Spielzüge konnten erst nach teils minutenlangem Abwarten gespielt werden, um die Spieler nicht zu gefährden, so nah krachten die Feuerwerkskörper. Auch der größere, friedliche Teil der türkischen Fans gerieten in Gefahr, als die Pyrotechnik in die Ränge fiel.

Die Spieler beider Mannschaften versuchten im ausverkauften Signal Iduna Park ihr Möglichstes, um die Randalierer zur Räson zu bringen - vergebens. Galatasaray-Spieler Hamit Altintorp beispielsweise verließ gar kurzzeitig das Feld, um die Fans zu beruhigen. Immer wieder sah es danach aus, als müsste der tschechische Schiedsrichter Pavel Kralovec das Spiel vorzeitig beenden.

Am kritischsten war die Situation in der zweiten Halbzeit, der BVB lag in Führung und erhielt eine Ecke. Hätte Kralovec das Spiel zu diesem Zeitpunkt frühzeitig abgebrochen, wäre die Partie als Sieg der Borussia gewertet worden. Weitere, womöglich heftigere Ausschreitungen wären sehr wahrscheinlich geworden. Der Schiedsrichter pausierte das Spiel für Minuten, bis sich die Situation beruhigte und ließ dann weiter laufen. Kurz vor Schluss wiederholte sich das Szenario.

Auch nach dem Abpfiff rauchte es noch im türkischen Fanblock, Feuerwerkskörper krachen. Per Stadiondurchsage wurden die türkischen Fans während der letzten Spielminuten aufgefordert, nach der Partie in der Arena zu bleiben, um diese später unter Polizeigeleit zu verlassen.

Nach dem Spiel wurden die Personalien aller Fans im Gästeblock vermerkt. Die Polizei nahm außerdem erste Täter fest. Gegen sie wird wegen versuchten Totschlags, Landfriedensbruchs und Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz ermittelt. Nahe dem Stadion verhinderten die Beamten anschließend einen geplanten Angriff von BVB-Anhängern auf die Galatasaray-Fankurve.

Trainer Jürgen Klopp hat die Ausschreitungen der Fans von Galatasaray Istanbul verurteilt. "Das heute wirft einen Schatten auf ein fantastisches Spiel von uns. Das war pure Provokation", sagte Klopp bei Sky: "Ein schlimmes Bild."

Auch Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc kritisierte die Szenen auf den Rängen: "Da wurden permanent Böller geschmissen in Richtung unserer Fans, das war eine permanente Provokation."

Die Gäste müssen nunmehr mit empfindlichen Strafen durch die UEFA rechnen. (nl/sid/dpa)

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