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Arsenal London - Bayern München Extrem hungrige Bayern

3:1-Auswärtssieg bei Lukas Podolskis FC Arsenal: Der FC Bayern München legt den Grundstein für den Einzug ins Viertelfinale der Champions League und imponiert mit seinem kontrollierten, effektiven Spiel.

19.02.2013 22:45
Maik Rosner
Drüber hinweg: Wie die Bayern Arsenal London dominiert Javier Martínez (l.) Lukas Podolski. Foto: dpa

An Spekulationen mangelt es dem FC Bayern derzeit noch weniger als an Geld und Punkten, was auch daran liegen mag, dass die sportlichen Erfolgsmeldungen vorhersehbar sind. Dass Trainer Jupp Heynckes im Sommer beim FC Schalke anheuert und Mario Gomez bei Atlético Madrid, während Robert Lewandowski von Borussia Dortmund zu den Bayern kommt und sich der Schwede Zlatan Ibrahimovic nach Paris eine Karrierestation in München vorstellen kann, all das gehört ja zu dem Gemunkel dieser Tage. Dass Arsenals Hausmeister vor einem Wechsel an die Isar steht, ist aber wirklich nur ein Scherz. Sein Berater soll ihn erzählt haben.

Beste Aussichten für Bayern

Zu der diffusen Meldungslage passte ganz gut, dass sich beim Achtelfinal-Hinspiel der Champions League beim Arsenal FC scheinbar ein Torhüter in den Kader der Bayern geschlichen hatte, den bisher niemand kannte und der auch nur insofern nennenswert zum 3:1 (2:0) der Münchner beitrug, als dass er bei einem Eckball durch den Strafraum irrlichterte und so den Anschluss durch Lukas Podolski (55.) begünstigte. Dennoch verfügen die Bayern durch den Auswärtssieg nun über beste Aussichten, am 13. März im Rückspiel den Viertelfinaleinzug festzuzurren. Als „Manni“ war der besagte Keeper in London vorgestellt und einmal auch mit „Markus“ angesprochen worden. In Wahrheit handelte es sich um Manuel Neuer.

Nur eine echte Parade konnte ihm gutgeschrieben werden, als er in der zweiten Halbzeit gegen Olivier Giroud rettete. Vorne sorgten Toni Kroos (7.), Thomas Müller (21.) und Mario Mandzukic (77.) mit ihren Toren dafür, dass die Münchner schon ein ganz kleines bisschen an eine Rückkehr nach London zum Finale denken dürfen. „Wir sind extrem hungrig auf solche Abende. Man spürt die große Motivation“, hatte Schweinsteiger schon vor dem Auftritt im Norden Londons gesagt.

Kontrolliert und effektiv

Tatsächlich imponierten die Münchner über weite Strecken mit ihrem derzeit sehr kontrollierten, effektiven Spiel, in dem sie defensiv kaum etwas zulassen. Das änderte sich erst in der zweiten Halbzeit und mit dem ersten Gegentor des Jahres. Zur sonstigen Stabilität trug wohl auch bei, dass Heynckes nur den einen Wechsel im Vergleich zum 2:0 beim VfL Wolfsburg am Samstag vorgenommen hatte: Javi Martínez begann für Luiz Gustavo.

Die Bayern sorgten rasch für klare Verhältnisse. Gleich die erste Chance nutzte Kroos zu seinem Tor. Müller hatte geflankt, Kroos vollendete per Direktabnahme samt Aufsetzer. Bald darauf erhöhte Müller, indem er nach Kroos„ Eckball und Daniel van Buytens Kopfball den Abpraller unters Tordach trat. Mandzukic verpasste kurz vor der Pause sogar nur knapp das 3:0, sorgte später nach Philipp Lahms Hereingabe aber mit seinem ersten Tor in der Königsklasse für die Entscheidung.

Bei Arsenal war drei Tage nach dem 0:1 gegen den Zweitligisten Blackburn Rovers im FA-Cup lange nur der Mut der Verzweifelung, aber wenig Struktur zu erkennen. Die deutschen Nationalspieler Podolski und Per Mertesacker hatten zunächst abgesehen vom glücklichen Anschlusstor ihre auffälligsten Szenen jeweils in der Defensive. Mertesacker kam beim 0:1 einen Schritt zu spät, Podolski leistete sich früh einen recht rüden Einsatz gegen Franck Ribéry. Erst als die Münchner durch das Gegentor etwas an Souveränität verloren, konnte sich Podolski ein paar Mal besser in Szene setzen.

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