Lade Inhalte...

2. Bundesliga 1. FC Kaiserslautern Runjaic muss zurück auf Los

Der 1. FC Kaiserslautern hängt auch ohne Idrissou durch. Trainer Kosta Runjaic ist nach dem Höhenflug mit kurzzeitiger Tabellenführung fast wieder da, wo er er das Team übernommen hatte.

25.02.2014 07:55
Jan Christian Müller
Kosta Runjaic muss seine Stürmer bei Laune halten. Foto: dpa

Als Kosta Runjaic den 1. FC Kaiserslautern Mitte September übernahm, herrschte Krisenstimmung auf Rang acht. Dem 42-Jährigen gelang es in aller Kürze, den FCK zu stabilisieren. Nach dem 3:0 gegen Union Berlin Mitte November war der FCK Tabellenführer. Doch dann traf Stürmer Mo Idrissou plötzlich und unerwartet nicht mehr, und auch, weil das Angriffsspiel mit zumeist hohen Bällen stark auf den kantigen Kameruner abgestimmt war, haben die Pfälzer in den folgenden sieben Spielen fünf Niederlagen kassiert und befinden sich nun nach dem 1:2 gegen den VfR Aalen fast wieder dort, wo sie waren, als Runjaic-Vorgänger Franco Foda beurlaubt wurde: auf Rang sieben.

Überangebot an Stürmern

Zwar trennen den FCK nur zwei Punkte vom zweiten Rang, der unmissverständlich als Saisonziel ausgerufen wurde. Aber für Runjaic, der zuvor Darmstadt 98 vom abstiegsgefährdeten Viertligisten zu einem ambitionierten Drittligisten formte und den MSV Duisburg sportlich in der zweiten Liga rettete, wird die Arbeit nun besonders pikant. Der kommunikative Fußballlehrer hatte Idrissou gegen Aalen noch nicht einmal für den 18er-Kader nominiert. Man darf gespannt sein, wie der extrem selbstbewusste Stürmer darauf reagiert.
Der Trainer dürfte kaum umhin kommen, Idrissou fürs Auswärtsspiel Freitag beim Tabellenletzten in Cottbus zu berücksichtigen, zumal die Doppelspitze Olivier Occean und Srdjan Lakic gegen Aalen nicht zu überzeugen wusste. Allerdings drängt auch der Schweizer Albert Bunjaku schon seit Wochen zurück ins Team, zudem wird Hinrunden-Toptorschütze Simon Zoller nach Verletzungspause am Mittwoch wieder ins Training einsteigen. Es wird spannend zu verfolgen, wie Runjaic das Überangebot an zentralen Angriffsspielern moderiert und wie er nominiert, ohne dass weitere Unruhe aufkommt. Denn es ist für nahe Beobachter unübersehbar, dass etwa Occean zwar stark trainiert, in Pflichtspielen aber dennoch schwächer agiert als der sich durch engagierte Trainingsleistungen weniger aufdrängende Idrissou es selbst an Tagen tut, an denen er erkennbar nicht bester Laune ist.

Nur der Aufstieg zählt

Mit der Verpflichtung von Lakic in der Winterpause als viertem offensiven Neuzugang aus Frankfurt nach Karim Matmour, Idrissou und Occean hatte der FCK sich auch erhofft, mehr Variabilität im Angriffsspiel präsentieren zu können. Davon ist bislang gegen tief stehende Gegner nichts zu sehen. Die Hoffnungen ruhen nun weniger auf Lakic als auf Rückkehrer Zoller, einer Reanimation Idrissous und mehr Spielglück als zuletzt. Weniger als der Aufstieg zählt: nichts!

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen