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1. FC Kaiserslautern Unterm Strich zu wenig

In 16 Zweitligaspielen verbuchte Herthas Konkurrent Kaiserslautern nun gegen Jahn Regensburg bereits das achte Remis.

28.11.2012 18:46
FCK-Trainer Franco Foda: Sein Team ist seit 16 Spielen ungeschlagen, spielte aber auch acht mal Remis. Foto: dapd

Die Unentschieden-Seuche macht dem Fußball-Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern zu schaffen: Im 16. Saisonspiel teilten sich die Lauterer durch das 1:1 (1:1) gegen den Aufsteiger und Außenseiter Jahn Regensburg schon zum achten Mal die Punkte mit dem Gegner.

„Wir sind alle riesig enttäuscht. Ich habe schon vorher gewusst, dass das kein einfaches Spiel wird, wir sind schwer reingekommen und haben dem Gegner zu viele Spielanteile überlassen. Unter dem Strich war es zu wenig“, sagte FCK-Trainer Franco Foda und ging mit seiner Mannschaft nach dem jüngsten Heimspiel hart ins Gericht.

In der letzten Spielminute hatte Kaiserslautern dann gleich doppeltes Glück: Erst blieb ein elfmeterreifes Foul an Denis Weidlich ungeahndet, dann köpfte Julian Wießmeier den Ball noch über das leere Tor. So rettete der FCK gegen den Tabellenvorletzten aus Regensburg zumindest ein weiteres Unentschieden.

Damit bleibt der Erstliga-Absteiger aus der Pfalz nach der 1:3-Niederlage von Eintracht Braunschweig am Wochenende bei Energie Cottbus als einziger deutscher Profiklub weiter ungeschlagen, verpasste aber auch den Sprung auf einen direkten Aufstiegsplatz. Es war nicht das erste Mal in dieser Saison, dass die Pfälzer gegen einen defensiv orientierten Gegner kein Mittel fanden, um die Abwehrreihen zu durchbrechen.

Idrissou wird vermisst

Zudem fehlte vor dem gegnerischen Tor die Kaltschnäuzigkeit. Nur Albert Bunjaku (45.+2) traf und konnte die schnelle wie überraschende Führung der Gäste durch Patrick Haag (14.) noch ausgleichen. Ansonsten wurde vor 24.297 Zuschauern auf dem Betzenberg vor allem der gelbgesperrte Torjäger Mohamadou Idrissou (neun Treffer) schmerzlich vermisst. Der war bisher für die wichtigen Tore zuständig und von den Gegnern nur schwer zu bremsen.

„Wir wollten heute unbedingt im Aufstiegsrennen vorlegen, um die Konkurrenz unter Druck zu setzen. Wir hatten auch unsere Möglichkeiten, nur nutzen wir sie leider nicht. Am Ende müssen wir uns dann mit einem Punkt zufriedengeben“, sagte Torschütze Bunjaku und haderte wegen der vergebenen Chancen.

Alexander Baumjohann wollte hingegen, „nach 16 ungeschlagenen Spielen nicht alles schlechtreden“. Doch durch die erneute Punkteteilung drohen die Pfälzer weiter Boden auf die Aufstiegskonkurrenz aus Braunschweig und Berlin zu verlieren. Mit einem Sieg gegen Regensburg hätten die Roten Teufel zumindest vorübergehend nach Punkten mit dem Spitzenreiter aus Niedersachsen gleichziehen können. Jetzt haben die Pfälzer auf Relegationsplatz drei selbst den Tabellenvierten Energie Cottbus im Nacken. Am kommenden Samstag wartet zudem der schwere Gang ans Millerntor zum zuletzt verbesserten FC St. Pauli auf den FCK. (sid)

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