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1. FC Kaiserslautern - Karlsruher SC Randale und Verletzte bei FCK-KSC

Das Südwestderby zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und dem Karlsruher SC hatten die beiden Clubs unter das Motto «Rivalität ohne Gewalt» gestellt. Doch daraus wurde nichts.

04.10.2014 18:10
"Fans" vom 1. FC Kaiserslautern und Karlsruher SC prügeln aufeinander ein. Foto: dpa

Nach dem Zweitliga-Derby zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und dem Karlsruher SC ist es am Samstag zu massiven Ausschreitungen von gewaltbereiten Fußballfans gekommen. Es gab mehrere Verletzte und Festnahmen. Nach dem 2:0-Sieg der Pfälzer durchbrachen laut Polizei etwa 100 teils vermummte KSC-Anhänger mehrere Absperrungen und gerieten mit gegnerischen Fans aneinander. Bei der Prügelei wurden sechs Ordner und je sechs Anhänger beider Seiten verletzt. «Die Polizei ist fassungslos über die Gewaltbereitschaft beider Fanlager», sagte der Einsatzleiter der Polizei in einer Pressemitteilung.

39 000 Zuschauer waren auf den Betzenberg gekommen, darunter etwa 5000 Fans aus Karlsruhe. Bereits vor dem Spiel hatten Besucher auf dem Weg ins Fritz-Walter-Stadion Feuerwerkskörper und Böller gezündet. Fünf Beamte erlitten dadurch ein Knalltrauma, ein weiterer Polizist wurde leicht verletzt.

Auch auf dem Rückweg von Karlsruher Fans zum Bahnhof, den die Beamten begleiteten, kam es zu Ausschreitungen. Nach Angriffen auf Polizisten seien drei Personen festgenommen worden. Am Hauptbahnhof gab es ebenfalls Randale: Die Polizei berichtete von Flaschenwürfen, zudem seien Einsatzwagen beschädigt worden. Insgesamt gehe es um eine Vielzahl verschiedener Straftaten, sagte ein Polizeisprecher. Die Bundespolizei zählte weit mehr als 20 Delikte, darunter auch Raub.

Dabei hatten beide Clubs vor dem brisanten Fan-Aufeinandertreffen das Motto «Rivalität ohne» Gewalt ausgerufen. Am Sonntag hieß es auf der Homepage des FCK: «Der 1. FC Kaiserslautern bedauert diese Vorkommnisse und verurteilt ein solches Verhalten aufs Schärfste.» Der Club werde in enger Zusammenarbeit mit allen Verantwortlichen die Vorfälle intensiv aufarbeiten. «Ich bin schockiert über das Gewaltpotenzial, das heute hier sichtbar geworden ist», sagte Karlsruhes Chefcoach Markus Kauczinski nach dem Schlusspfiff. (dpa)

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