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Schlappekicker-Preis Achtung vor den Anderen

Sunny Graff unterstreicht bei der Verleihung des Schlappekicker-Preises die Bedeutung gegenseitigen Respekts.

Verleihung Schlappekickerpreis des Jahres 2009, Limpurgsaal, Römer, Frankfurt, Bild x von x
Strahlende Preisträgerinnen, darunter Sunny Graff (mit Skulptur). Foto: Schick

Mit jedem ihrer Worte zog Sunny Graff ihre Zuhörer mehr in ihren Bann. Die Grundlage des menschlichen Miteinanders habe mit Achtung und Selbstachtung zu tun, sagte die US-Amerikanerin am gestrigen Abend, als sie im Römer den mit 5000 Euro dotierten Schlappekicker-Preis der Frankfurter Rundschau entgegennahm, mit dem in diesem Jahr der Frankfurter Verein Frauen in Bewegung e.V. (FiB) ausgezeichnet wurde.

Diese "Achtung vor anderen Menschen" ist auch genau das, was die Leiterin des Vereins und ihre Mitstreiterinnen allen Mädchen und Frauen in ihren Kursen ständig vorleben. Kein Wunder, dass die Gäste im Limpurgsaal des Römers von Graffs Rede tief bewegt waren. Ob die Entertainer Karl Oertl und Benny Maro, der stellvertretende Kreisfußballwart Dietrich Stein oder Bernd Ehinger, Präsident des Hessischen Handwerkstages und Aufsichtsratmitglied von Eintracht Frankfurt: Sie alle waren von der Arbeit des Vereins genauso fasziniert wie die übrigen Anwesenden, darunter Bernd Reisig, der Manager des FSV Frankfurt, Heinz Ludwig, der Ehrenvorsitzende der Bornheimer, Werner Thorhauer, der frühere Vize-Präsident des Tradtionsvereins, oder die ehemalige Turnerin Christel Müller, die nach einem Unfall querschnittgelähmt ist und seit Jahren vom Schlappekicker unterstützt wird.

Vom aktuellen Vorstand des Schlappekickers waren neben der neuen Vorsitzenden Katja Sturm auch Roland Frischkorn, Erich Reiter sowie der Ressortleiter Politik der FR und vormalige Schlappekicker-Vorsitzende Arnd Festerling anwesend, genauso wie der neue FR-Sportressortleiter Thomas Vögele. Außerdem waren Sönke Reimers, der Geschäftsführer der Frankfurter Rundschau, sowie die ehemaligen Vorstandsmitglieder Sylvia Schenk, Ulrike Spitz und Harald Stenger sowie der Schlappekicker-Ehrenvorsitzende Horst Schmidt zugegen.

Als Sunny Graff 1984 nach Deutschland kam, widmete sie sich mit Hingabe einem ganz besonderen Gebiet: Gewaltprävention und Selbstverteidigung für Frauen und Mädchen. "Mädchen brauchen einen Schutzraum, wo sie Spaß an Bewegung und der Gemeinschaft erleben", sagte die 58-Jährige. Ziel, so Graff, sei es, die körperliche und psychische Stärke von Mädchen und Frauen zu fördern, die Gewalt gegen Mädchen und Frauen wie auch die Prävention zum Thema zu machen sowie das Selbstbewusstsein von Frauen und Mädchen zu stärken und deren Handlungskompetenzen gegen sexistische und rassistische Gewalt zu erweitern.

Zudem bietet der Verein auch Kurse für körperlich und geistig Behinderte an. Zwar besitzt der Verein an seinem Hauptsitz in der Gaußstraße keine rollstuhlgerechten Räume, mietet diese dafür aber anderswo an. Auch die Arbeit mit Migrantinnen wird bei FiB groß geschrieben. So ist der Verein für Frauen und Mädchen aller Kulturen und Nationalitäten offen und leistet bis heute einen wichtigen Beitrag zur Integration.

Während Stadtrat Markus Frank in seiner Rede hervorhob, wie wichtig es sei, "diejenigen ins Rampenlicht zu stellen, die sich ehrenamtlich engagieren", sprach Katja Sturm in ihrer Laudatio davon, dass es dem Verein um mehr gehe "als nur um Sport, Spiel und Spaß": FiB leiste einen "wichtigen Beitrag dafür, dass wir einander offener begegnen - ohne Rücksicht auf Unterschiede."

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