Lade Inhalte...

FR-Hilfsaktion Der Schlappekicker hat einen neuen Vorstand

Ex-DFB-Pressesprecher Harald Stenger ist wieder an Bord. FR-Chefredakteur Arnd Festerling wird zum Vorsitzenden gewählt

15.08.2017 20:23
Harald Stenger
Harald Stenger ist wieder ein Schlappekicker. Foto: Rolf Oeser

Das Ziel bleibt dasselbe, nur die handelnden Personen haben gewechselt. Seit nunmehr 66 Jahren hilft der Schlappekicker e.V. mit Spendengeld unverschuldet in Not geratenen Sportlerinnen und Sportlern, unterstützt mit dem Schlappekicker-Preis soziales Engagement von Vereinen und fördert überdies Vereine und Gruppen, die vorbildlich im Behinderten- und integrativen Sport engagiert sind. Das ist weiterhin die Aufgabe des Schlappekicker unter der Schirmherrschaft von Eintracht-Legende Charly Körbel – jetzt aber mit einem neuen, aber dennoch in weiten Teilen altbekannten Vorstand. Die Mitglieder wählten das langjährige Vorstandsmitglied Arnd Festerling, FR-Chefredakteur und ehemaliger Sportredakteur, zum neuen Vorsitzenden. Harald Stenger, Ex-DFB-Pressesprecher, FR-Sportredakteur und auch Schlappekicker-Vorsitzender, wurde wie auch Roland Frischkorn, Vorsitzender des Sportkreis Frankfurt, als Stellvertreter berufen. Den Vorstand komplettieren Ulrike Spitz, ehemalige FR-Sportchefin und Sprecherin des DOSB, das langjährige Vorstandsmitglied Erich Reiter sowie Jörg Hanau, Sportchef der Frankfurter Rundschau, und sein Kollege Thomas Vögele. 

Die langjährige Vorsitzende Katja Sturm trat nicht zur Wiederwahl an. Arnd Festerling dankte seiner Vorgängerin für ihr außergewöhnliches Engagement in einer sehr schwierigen Zeit für den Verein. „In Zeiten der FR-Insolvenz stand auch die Zukunft des Schlappekicker infrage“, sagte er. „Katja Sturm hat den Verein durch diese schwerste Krise seiner langen Geschichte gesteuert. Wer weiß, wie es ohne ihren Einsatz heute um den Schlappekicker stünde?“ 

Nun aber sind die Existenzängste für Schlappekicker und Rundschau schon seit einiger Zeit überwunden. Das Team um Arnd Festerling hat sich viel vorgenommen. „Lange ging es vor allem ums Überleben des Vereins. Das ist nun gesichert, nun wollen wir dem Verein eine neue Zukunft geben“, sagte der neue Vorsitzende. Daran muss gearbeitet werden, denn auch am altehrwürdigen Schlappekicker gehen die modernen Zeiten nicht spurlos vorüber. Viele Themen ringen Tag für Tag um die Aufmerksamkeit des Publikums und auch lange und wertvolle Traditionen und Traditionsvereine müssen sich immer wieder neu beweisen und durchsetzen. 

Die Aufgaben des Schlappekicker sind nicht gerade wenige: Er fördert soziale Angebote im Sport, unterstützt Integrationsmaßnahmen im Vereinssport, hilft bei der Gestaltung von Modellprojekten im Schulsport und er steht in Not geratenen Sportlern bei. Seit mehr als 60 Jahren. Damals wurde der Verein von Redakteuren der FR-Sportredaktion gegründet, zunächst einmal mit dem Ziel, kriegsversehrten Sportlern, Trainern und Betreuern zu helfen. So wurden zunächst vornehmlich ältere und bedürftige Menschen bei der jährlichen Schlappekicker-Weihnachtsfeier mit Geschenken und Spenden bedacht. Sehr schnell war der Verein in der großen Sportfamilie des Rhein-Main-Gebietes verankert und hat mit den verschiedensten Initiativen unter anderem dazu beigetragen, den Blick der Öffentlichkeit auf die soziale Aufgabe des Sports zu lenken.

Soziales Engagement

Heute belohnt der Schlappekicker-Preis mit einem Fördergeld von 5000 Euro soziales Engagement im Verein. Im Rahmen einer feierlichen Zeremonie wird der Preisträger im Frankfurter Römer, mit Unterstützung der Stadt Frankfurt und inmitten der Sportprominenz des Rhein-Main-Gebietes, geehrt. Weiterhin zeichnet der Schlappekicker jährlich mehrere Gruppen oder Vereine aus, die vorbildlich im Behinderten- und integrativen Sport arbeiten: die unterstützten Aktivitäten reichen vom Rollstuhlsport über Fußball mit geistig Behinderten bis hin zu Tandemfahren mit Sehbehinderten.

Die aktuellen und ehemaligen Sportlerinnen und Sportler geben aber nicht nur ihren Namen für den Schlappekicker – sie helfen auch durch eigene Spenden und bei Sammelaktionen. So tritt Schirmherr Charly Körbel mit der Eintracht-Traditionsmannschaft einmal im Jahr zugunsten des Schlappekicker gegen einen Verein aus der Region an. Fast 1,2 Millionen Euro konnten seit Gründung des Vereins gesammelt und für gute Zwecke ausgegeben werden. Über die treue Gruppe der vielen Stammspender hinaus sollen nun neue Unterstützer für den Schlappekicker gewonnen werden. Dieser Aufgabe haben sich Schirmherr Charly Körbel und der neue Vorstand verschrieben. (FR)

Zur Startseite

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
  • Nutzungsbasierte Onlinewerbung
  • Mediadaten
  • Wir über uns
  • Impressum