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Journalistinnenbund Bascha Mika erhält Preis für Lebenswerk

Der Journalistinnenbund zeichnet FR-Chefredakteurin Bascha Mika für ihr Lebenswerk aus - mit der Hedwig-Dohm-Urkunde. Streitlustig habe sie Debatten über eingefahrene Rollenmodelle angeregt.

23.05.2017 10:37
Bascha Mika
Bascha Mika ist Chefredakteurin der FR. Foto: FR

Der Journalistinnenbund zeichnet Bascha Mika (63) für ihr Lebenswerk aus. Die Chefredakteurin der Frankfurter Rundschau, die in gleicher Funktion lange bei der Berliner Tageszeitung (taz) arbeitete, erhält die Hedwig-Dohm-Urkunde.

Bascha Mika habe sich über viele Jahre als Publizistin und Chefredakteurin für einen unabhängigen und meinungsstarken Journalismus eingesetzt, begründete die Vorsitzende des Journalistinnenbundes, Rebecca Beerheide, die Entscheidung.

„Streitlustig hat sie Debatten über eingefahrene Rollenmodelle angeregt und das Selbstverständnis von Männern und Frauen hinterfragt. Für viele junge Journalistinnen hat Bascha Mika, die lange Zeit die einzige weibliche Chefredakteurin einer überregionalen Zeitung war, eine Vorbildfunktion. Nonkonformistisch, mutig und voller Elan geht sie keiner journalistischen Herausforderung aus dem Weg“, heißt es in der Begründung.

Bascha Mika studierte Philosophie, Germanistik und Ethnologie und kam 1988 zur taz, deren Chefredakteurin sie zwischen 1999 und 2009 war. Vor ihrer Berufung als eine von zwei Chefredakteuren der Frankfurter Rundschau 2014 leitete sie an der UdK Berlin den Studiengang Kulturjournalismus. Sie ist Honorarprofessorin und hat mehrere Bücher publiziert.

Courage-Preis für Christine Auerbach

Den Courage-Preis für aktuelle Berichterstattung erhält die Journalistin Christine Auerbach (36). Den Preis bekommt sie für ihr Hörfunk-Feature „Nein heißt Nein. Warum es auch nach der Änderung der Gesetze so schwer ist, gegen sexuellen Missbrauch vorzugehen.“ Es wurde im Bayerischen Rundfunk gesendet. „Die Autorin nähert sich dem schwierigen Thema des sexuellen Missbrauchs behutsam, aber mit klarer Sprache. Sie findet drei Protagonistinnen, die sie einfühlsam zum Reden bringt, ohne in pure Betroffenheit abzugleiten“, lautet die Jury-Entscheidung.

Auerbach arbeitet als Autorin beim Bayerischen Rundfunk, vor allem für die Redaktion Politik und Hintergrund. Nach dem Studium von Politikwissenschaft und Komparatistik besuchte sie die Deutsche Journalistenschule in München.

Beide Auszeichnungen sollen am Samstag, 1. Juli, während der Tagung des Journalistinnenbundes in Frankfurt am Main überreicht werden. Der Zusammenschluss feiert dann auch sein 30-jähriges Bestehen. (dpa/FR)

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