Lade Inhalte...

FR im neuen Zeitungslayout Von lauten und leisen Buchstaben

Die FR wird renoviert, und dazu gibt es auch eine neue Schrift.

24.04.2017 17:28
Typografie

Dieser Text über das Neue beginnt mit dem, was bleibt: das Format. Auch der Umfang der Zeitung bleibt und die Texte selbst werden nicht kürzer und nicht weniger. Am Inhalt ändert sich ebenfalls nichts – von unserem stetigen Bemühen nach besseren Texten abgesehen. Es gibt Dinge, die haben sich bewährt, und daher lohnt es darauf hinzuweisen, dass diese sich nicht ändern: Qualität und Umfang der Inhalte, Haltung, Weltsicht und journalistischer Anspruch der Rundschau-Redaktion.

Neu wird allerdings das Erscheinungsbild, die Schrift, die Anordnung der Texte auf den Seiten, die Verwendung von Farbe, die Platzierung von Bildern. Gleichzeitig werden Sie aber die Frankfurter Rundschau wiedererkennen – ihre tägliche Partnerin, beim Frühstück und über den Tag hinweg, wird nicht jemand Fremdes, nur weil sie im neuen Gewand daherkommt.

Riesige Auswahl

Der erste Anspruch an eine neue Schrift ist ganz selbstverständlich: Leserinnen und Leser sollten eine Zeitung gut lesen können. Ein Beispiel aus der Geschichte: Mit dem allmählichen Verschwinden der Fraktur-Schrift mussten die Zeitungen ihre Schriften zwangsläufig umstellen, denn es gab immer weniger Menschen, die sie überhaupt lesen konnten, die die einzelnen Buchstaben erkannten.

Es gibt unzählige Schriften, ein Bruchteil findet sich in jedem Textverarbeitungsprogramm. Jawohl, diese scheinbar unendlich lange Liste ist ein Bruchteil dessen, was es auf dem Buchstaben-Markt gibt. Aber schon bei diesem Bruchteil lässt sich sehen, dass manche Schriften besser zu lesen sind als andere, manche nur in Großbuchstaben gut zu erkennen sind, manche nur, wenn sie fett gedruckt sind, andere nur halbfett oder gar mager (das sind die drei Standards für Zeitungsschriften).

Andere kommen unglaublich „laut“ oder „schreierisch“ daher, wieder andere lassen sich ab einer bestimmten Größe oder „Kleine“ gar nicht mehr lesen, auch wenn sie sonst sehr gut aussehen. Angesichts dieser Vielfalt verwundert es natürlich nicht, dass kaum eine Zeitung die gleiche Schrift benutzt, auch wenn das Ziel aller Zeitungen identisch ist: eine gute Lesbarkeit.

Lesbarkeit und Emotion

Lesbarkeit hängt vor allem, aber nicht nur von der Schrift, ihrem Schnitt und ihrer Größe ab. Sie hängt aber auch davon ab, auf welcher Druckmaschine welches Papier bedruckt wird. Da kann ein und dieselbe Schrift mal klasse aussehen oder auch fast unleserlich sein. Dazu kommt die emotionale Wirkung einer Schrift. Boulevardzeitungen haben gerne „laute“ Schriften, die zu ihren lauten Themen passen – der die Titel ausrufende Zeitungsverkäufer soll sich in der Wirkung der Schrift widerzuspiegeln. Ihre Texte sind eher kurz, daher ist es nicht so wichtig, dass die Schrift längeres und ermüdungsfreies Lesen ermöglicht.

Zeitungen wie die FR wollen seriöse und ernsthafte Schriften, die sich nicht dick und fett aufdrängen, sondern hinter den Inhalt der Texte zurücktreten. Selbstverständlich liegt das daran, dass die Inhalte das Wichtigste in der Rundschau sind, ganz gleich, wie sie präsentiert werden. Selbst wenn wir uns um eine gute Lesbarkeit und ein ansprechendes Erscheinungsbild bemühen, es ist die ausführliche Berichterstattung, die Konzentration auf Hintergründe, auf die Analyse der Ereignisse, die im Mittelpunkt unserer täglichen Arbeit stehen. Dem ordnet sich die Schrift unter, wie auch das gesamte Layout.

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Zeitungslayout
Zur Startseite

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
  • Nutzungsbasierte Onlinewerbung
  • Mediadaten
  • Wir über uns
  • Impressum