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FR im neuen Zeitungslayout Fragen über Fragen

... und ein paar Antworten aus unserer Layout-Werkstatt zur Neugestaltung der FR.

25.04.2017 17:16
Neues FR-Layout
Blick auf das Neue: Lutz Fischer und Saskia Buchen prüfen Ausdrucke des Lokalteils. Foto: Michael Schick

Eine Zeitung ist etwas Lebendiges. Sie muss jeden Tag aufs Neue beweisen, dass sie auf der Höhe der Zeit ist. Dabei ist sie immer auch Ausdruck ihres gesellschaftlichen und politischen Umfelds und Spiegel der Medienbranche. Eine Redaktion, die das verstanden hat, nimmt neue Ideen auf, verändert sich, treibt Entwicklungen voran – nicht nur was das journalistische Profil angeht, sondern auch beim Erscheinungsbild ihres Blattes.

Dieses Selbstverständnis der FR-Redaktion ist der Motor für unsere tägliche Arbeit. Und für die Weiterentwicklung der Zeitung. So war uns bereits vor vielen Monaten klar: Wir wollen mit unserer Frankfurter Rundschau nicht beim Erreichten stehenbleiben.
Wir wollen auch in Zukunft die beste Tageszeitung machen, die uns möglich ist. Wir wollen an den Inhalten arbeiten und daran, wie wir sie im Blatt präsentieren. Wir wollen unsere Leserinnen und Leser jeden Tag aufs Neue überzeugen. Und selbstverständlich auch Menschen, die sie bisher nicht kannten.

Das war unsere Initialzündung: Diese Lust, etwas neu und besser zu machen. Das ist zweifellos unabdingbar für einen Aufbruch – doch dann kommt die harte Arbeit. Und dabei kann man es sich leicht oder schwer machen.

Wer es sich leicht macht, kauft Profis von außen ein. Die Ideen zur Veränderung kommen nicht aus der Redaktion, sondern werden in sie hineingetragen – im schlechtesten Fall werden sie ihr sogar übergestülpt. Da hat man dann eine Agentur, die sich mit der Zeitung beschäftigt, die das Blatt und sein Publikum analysiert und die dann irgendwann ein Konzept vorlegt, wie es in Zukunft aussehen sollte. Wenn die Zeitungs-Verantwortlichen so ein Konzept absegnen, wird es vielleicht noch einmal mit der Redaktion diskutiert und schon geht’s an die Umsetzung.

Es so zu probieren, passt nicht zur FR. Wir haben es uns schwerer gemacht, wir wollten die neue Zeitung aus der Redaktion heraus entwickeln. Denn wer könnte besser als die täglichen Macherinnen und Macher wissen, wohin die Reise gehen soll?

Am Anfang stand die Gründung einer Projektgruppe. Ihre erste Aufgabe: die publizistische Idee der Frankfurter Rundschau noch einmal neu herauszuarbeiten und ihr Profil zu schärfen. Was ist das Besondere an der FR? Was unterscheidet sie von anderen Blättern? Wo sieht sie sich in der Medienlandschaft? Und wer sind ihre Leserinnen und Leser, deren Wünsche und Bedürfnisse die Existenzgrundlage der Zeitung sind?

Die zweite Aufgabe bestand darin, die Umbrüche in der Medienlandschaft zu untersuchen. Was bedeuten zwanzig Jahre Digitalisierung für die gedruckte Zeitung? Welche Entwicklungen gibt es national und international auf dem Markt? Wer ist die Avantgarde in der Branche und wer setzt Maßstäbe, die zur Orientierung dienen können? Dem folgte der nächste Schritt: sich die tägliche Zeitung genau anzuschauen. Womit sind wir zufrieden? Wo hinken wir unseren eigenen Ansprüchen hinterher? Was wollen wir verändern, wo Neues bieten, um unser Angebot zu erweitern?

Und vor allem: Was macht unsere neue FR aus? Wie muss eine Tageszeitung mit überregionalem Anspruch und einem starken regionalen Standbein heute aufgestellt sein? Was macht die FR einzigartig? Wie erreichen wir noch stärker die Frauen – auch wenn wir als eine von wenigen Zeitungen schon fast so viele Leserinnen haben wie Leser?

Wer die Innovation einer Zeitung aus der Redaktion heraus betreiben will, muss eine möglichst große Beteiligung der Kolleginnen und Kollegen sicherstellen. Wir wollten diesem Anspruch durch die Zusammensetzung der Projektgruppe gerecht werden. Mindestens eine Vertreterin oder ein Vertreter jedes Ressorts wurde zum Mitmachen eingeladen. Kein Wunder, dass da eine ziemlich bunte Truppe zusammenkam. Von der aktualitätsgetriebenen Politikredakteurin bis zum nachdenklichen Feuilletonisten, vom fußballbegeisterten Sportkollegen über den analytischen Wirtschaftsmann bis zur gesellschaftsorientierten Panoramafrau und noch vielen mehr.

Über einen längeren Zeitraum haben wir wöchentlich zusammengesessen. Haben diskutiert und gestritten, entworfen, verworfen, manchmal fabuliert und gesponnen, uns dabei aber kreativ gegenseitig beflügelt. Warum diese Rubrik? Und wie soll sie heißen? Was für ein blöder Titel! Finden wir nicht einen besseren?

Ohne Begeisterung geht das nicht. Diese Begeisterung hat im Laufe der Monate nicht etwa nachgelassen, sie hat uns begleitet und getragen. Wie das funktionieren konnte? Darüber erzählen wir Ihnen morgen mehr.

Ihre FR-Redaktion

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Zeitungslayout
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