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Frankfurter Rundschau „So viele gute Leserbriefe!“

Bronski verhilft der Lesermeinung zur Geltung – im Leserforum der FR und im FR-Blog.

Bronski gibt es wirklich! Foto: Andreas Arnold

Wussten Sie, dass es Bronski wirklich gibt? Er hat sogar ein Büro in der FR-Redaktion, Zimmernummer 2096, und jedes Mal, wenn ich vorbeikomme, springt er auf und ruft: „Hier, Leserbrief, musst du lesen, die Leserin hat ja so recht.“ Wenn ich dann zu ihm sage: „Eigentlich wollte ich Dir einen Leserbrief vorbeibringen, der irrtümlich bei mir gelandet ist“, dann verstummt er, liest und ist erst einmal still.

„Verflucht!“, kommt es dann. „Warum habe ich nicht mehr Platz für Leserbriefe in der Zeitung?“ Ja, Platz ist in gedruckten Zeitungen immer rar und umkämpft. „So viele gute Leserbriefe“, ruft Bronski, „und ich kann nur so wenige davon veröffentlichen!“ Es ist ein Drama. Dabei hat Bronski seit jenen Schicksalstagen vor zweieinhalb Jahren deutlich mehr Platz in der Zeitung für Leserbriefe als zuvor. Eineinhalb Zeitungsseiten – und das reicht noch immer nicht?

Hier zeigt sich, wie gut die Natur die Sache mit den Augen eingerichtet hat. Bronski hat zwei davon, und wenn er über den Platz in der Zeitung spricht, dann weint das eine, und das andere lacht. Klar, er kann nicht alle Leserbriefe unterbringen – aber es ist doch schön, dass er die freie Auswahl hat.

„Von wegen freie Auswahl!“ Bronski kann stundenlang davon erzählen, wie er auswählt und an welche Kriterien er sich dabei gebunden fühlt. Hetzer haben bei ihm keine Chance. Ruhige, sachliche Argumentation wird bevorzugt. Er hat zwar seine Anschauungen, aber die kommen nicht bei der Auswahl der Leserbriefe zur Geltung, sondern erst im FR-Blog, wo er Themen gern gegen den Strich kommentiert. Bei der Auswahl der Leserbriefe gilt das Prinzip Meinungsfreiheit. Und da darf es hin und wieder auch ein bisschen Provokation sein, denn nur so kommen Debatten in Gang.

Und wohin dann mit den vielen guten Diskussionsbeiträgen aus dem Blog?

Hören Sie Bronski seufzen?

Übrigens, Bronski geht fremd! Ja, er betreibt noch eine zweite Webseite namens Ybersinn.de, und er schreibt Romane. Unter meinem Namen. Aber das nehme ich ihm nicht übel, denn wir zwei sind ja sowieso eins. Unser Polit-Thriller „Virenkrieg“ ist jüngst als gedrucktes Buch im Ybersinn-Verlag erschienen.

Kritische Leserbriefe, kritische Zeitgenossen – Bronski ist ein Markenzeichen der Frankfurter Rundschau. Und wenn man ihn beobachtet bei seiner Arbeit, wie er der Lesermeinung zur Geltung zu verhelfen versucht, dann hoffe ich, dass das noch lange so bleiben mag. Schauen Sie einfach mal bei ihm rein an unserem Tag der offenen Tür. Vielleicht treffen wir uns auch demnächst im Leser-Beirat?

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