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Frankfurter Rundschau FR-Buch & FR-Geschichte

Die FR-Redaktion macht mehr als eine Zeitung, fr-online oder die App.

31.07.2015 13:19
Von Frankfurt-Kennern gemacht: die Hefte der Reihe Frankfurter Rundschau Geschichte.

Die FR ist nicht nur Zeitung, ob gedruckt oder digital, sie ist nicht nur Multimedia-App und nicht nur E-Paper-App. Die FR ist mehr. Sie ist auch Magazin, und sie ist – neuerdings – auch Buch. Tagesaktuelles Buch sozusagen, wie es sich für die Tageszeitung FR gehört: Wir haben unsere große Gerechtigkeitsserie aus dem Herbst 2014 zwischen Buchdeckel gepackt. Warum?

Weil eine gerechte, solidarische Welt keine Träumerei blauäugiger Linker ist. Sie ist uns in gewisser Weise in die Wiege gelegt, wie wir im ersten Teil von „Was ist gerecht?“ zeigen. Eine Gesellschaft, die den sozialen Ausgleich nicht mehr sucht, verarmt. Sie nimmt Menschen Chancen: auf eine eigene Existenz, auf ein gelungenes Leben – und beraubt sie so ihrer Zukunft. Eine Gesellschaft, die einigen wenigen großen Reichtum zugesteht, gibt ihnen Macht über ihre Mitmenschen. Das ist nicht nur nicht sozial, das ist auch das Gegenteil von liberal.

 In einem Punkt sind sich Oben und Unten, sind sich Reich und Arm, Arbeitgeber und Arbeitnehmer einig: Die Chancengleichheit muss verbessert werden. Und was folgt daraus? Wir zeigen in unserem Buch: Wer das liberale Versprechen einlösen möchte, dass jeder seine faire Chance bekommt – und das heißt nicht nur eine Startchance, sondern immer neue Chancen ein Leben lang –, der kommt an sozialem Ausgleich nicht vorbei. Zudem führt Solidarität im Inneren gleichzeitig zu mehr Verantwortung und Solidarität im Äußeren. Denn soziale Verwerfungen in den entwickelten Staaten wirken sich auch auf deren Außenpolitik aus, sie können über Krieg und Frieden anderswo auf der Welt entscheiden. Und schließlich beschreiben wir auch, wie wir alle solidarischer handeln könnten.

Diesem Ziel ist dieses Buch gewidmet, mit vielen Fakten, Argumenten und Ideen, die helfen, ihm näherzukommen. Es wäre nicht entstanden ohne die Leserinnen und Leser der Frankfurter Rundschau. Die ersten Texte unserer Gerechtigkeitsserie waren gerade erschienen, da gingen bereits Anrufe und E-Mails mit der Frage ein: Ist ein Buch geplant? Nein, zunächst war kein Buch geplant. Aber jetzt gibt es eines.

Aus ganz anderen Motiven entstand unsere Magazin-Reihe FR-Geschichte. Frankfurt ist eine der internationalsten Städte in der Bundesrepublik, eine Stadt, die viele, viele Häutungen erlebt hat. Vor 70 Jahren endete der Zweite Weltkrieg – und mit ihm die Herrschaft der Nationalsozialisten. Es begann eine Art Zwischenphase, die Besatzungszeit. Sie wurde regional sehr unterschiedlich erlebt – je nachdem, ob jemand in der russischen, der britischen, der französischen oder der amerikanischen Zone wohnte. Frankfurt bekam in dieser Zeit eine US-amerikanische Prägung, die bis heute spürbar ist.

Jene Jahre sind ein Beispiel dafür, dass die große Historie örtlich sehr unterschiedliche Spuren hinterlassen kann. Wie also Weltgeschichte sich auswirkt auf das Zusammenleben im Kleinen, das ist ein Aspekt, mit dem sich das Magazin „Frankfurter Rundschau – Geschichte“ befasst. Der andere: wie Entwicklungen, die am Ort selbst entstanden sind und von seinen Bewohnern vorangetrieben wurden, zu lokaler Geschichte geworden sind. Die manchmal sogar, man nehme die Proteste gegen die Startbahn West, die große Geschichte beeinflussen kann.

Die Frankfurter Rundschau berichtet seit 70 Jahren täglich über Vorgänge und Ereignisse in Frankfurt, über Skandale und Sensationen. Im Magazin „Frankfurter Rundschau – Geschichte“ wird die jüngere Geschichte Frankfurts kompakt erzählt. Von Redakteuren und Mitarbeitern, die Frankfurt kennen, die hier, teilweise schon viele Jahre, leben. Das erste Heft der Reihe erschien 2010 und befasste sich mit dem Zeitraum 1969 bis 1990. Danach beschloss man, sich einzelne Dekaden vorzunehmen. Die 50er Jahre, die 60er, die 70er und die 80er füllten jeweils eine Ausgabe. Die nächste wird Ende November dieses Jahres erscheinen und die Nachkriegsjahre abbilden, die Zeit von 1945 bis 1949.

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

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