Lade Inhalte...

FR-Altenhilfe Reisen, Busse, Tanzvergnügen

Die FR-Altenhilfe fördert neben einzelnen bedürftigen Menschen auch Projekte. Der Tanztreff des Frankfurter Verbands ist eines davon.

Tanzen macht in jedem Alter Spaß. Foto: Andreas Arnold

Eins, zwei, Wiegeschritt – langsam zeigen die Senioren kleine Schrittfolgen. Sie bewegen sich im Hofgut Goldstein über das Parkett. Es ist Tanztreff. Alleinunterhalter Jörg Ratz singt hinter seinem Keyboard am Mikrofon für rund 20 Senioren. Zum fünften Mal in diesem Jahr findet der Treff im Bewegungs- und Servicezentrum Goldstein statt. Das war nur durch die Spende der FR-Altenhilfe möglich. Eigentlich unterstützt die Altenhilfe ja vor allem bedürftige Senioren im Einzelnen – etwa wenn sie eine neue Waschmaschine, einen Fernseher oder einen gemütlichen Sessel brauchen.

Seit einigen Jahren fördert die Altenhilfe nun auch Projekte von Initiativen. Der Tanztreff des Frankfurter Verbands ist eines davon. „Wir haben dem Tanztreff 750 Euro überwiesen, damit können sie die für 2015 geplanten Veranstaltungen auch bezahlen“, sagt Gina Lülves, Geschäftsführerin der FR-Altenhilfe.

Neben dem Tanzen in Gruppen fördert die Altenhilfe auch Reisen in Gesellschaft. Hedwig Lang wird im Dezember 90 Jahre alt. Seit fast 70 Jahren wohnt sie in der Berger Straße in Bornheim, sie hat Verkäuferin im Kaufhaus Schneider auf der Zeil gelernt, dann halbtags in einer Bäckerei gearbeitet und ihre Tochter großgezogen. Einmal im Jahr fährt sie mit der Caritas-Seniorenreise zur Erholung in einen deutschen Kurort. „Nur dieses Jahr musste ich leider absagen, weil ich krank geworden bin, das tat mir sehr leid“, sagt Hedwig Lang. Diese zwei Wochen Urlaub kann sie sich nur wegen der Unterstützung der Altenhilfe leisten.

Seit mehr als zehn Jahren fördert der Verein die Caritas-Seniorenreisen. 2015 gingen 37.000 Euro an die Caritas-Reisen. Dadurch können zwei Urlaubsfahrten im Jahr zu einem stark vergünstigten Preis angeboten werden. Dieses Jahr standen eine Reise nach Bad Mergentheim und eine Fahrt nach Wolfach auf dem Programm.

„Ich wohne im dritten Stock, da komme ich nicht so leicht mit einem Koffer runter“, sagt Hedwig Lang. Deshalb sei sie froh, dass die Caritas einen Haus-zu-Haus-Service anbietet. „Gut, dass ich mit einem Auto abgeholt werde, sonst müsste ich mit der U-Bahn von Bornheim zur Busstation am Hauptfriedhof fahren“, sagt Hedwig Lang. An der Station Bornheim gäbe es nicht einmal einen Aufzug.

Seit fünf Jahren verreisen Enna Naftagan und ihr Ehemann Simeon mit der Caritas. In diesem Jahr waren sie in Bad Mergentheim. „Das war im Juni, da hat mein Mann seinen 88. Geburtstag gefeiert“, sagt Enna Naftagan. Während der Reisen genießt die 83-Jährige besonders die Natur: „Mein Mann hat eine schwache Lunge, da ist gute Luft für uns wichtig“, so Naftagan. Über das Angebot der Caritas-Seniorenreisen sagt Naftagan: „Das ist die einzige Möglichkeit für uns alte, arme Leute, ein bisschen Spaß zu haben, zu reisen und andere Leute zu treffen.“

Es gibt noch einen Wunsch, den einige Senioren in den vergangenen Jahren immer wieder geäußert haben: ein bequemerer Reisebus. Er müsste mehr Platz für Gehhilfen, Rollatoren und Rollstühle bieten, einfaches und sicheres Einsteigen ermöglichen und breite, gemütliche Sitze haben. Nun konnte, dank der finanziellen Unterstützung der FR-Altenhilfe, ein neuer Bus angeschafft werden. Dafür steuerte der Verein 35.000 Euro bei. „Der Bus soll nun auch Platz für drei Senioren bieten, die dauerhaft auf einen Rollstuhl angewiesen sind“, sagt Bernd Kraus, Leiter der Alten- und Krankenhilfe der Caritas. Mit Hilfe eines neu eingebauten Lifts können die Rollstuhlfahrer auch in den Bus gelangen. Im Moment wird der Bus noch umgebaut, im kommenden Jahr soll er dann im Einsatz sein.

Auch die Diakonie, genauer ein Projekt zur Betreuung einsamer Senioren, hat dieses Jahr einen neuen Wagen angeschafft. Der Kleintransporter konnte mit einer finanziellen Unterstützung von 33 000 Euro der FR-Altenhilfe angeschafft werden. Seit April ermöglicht die Diakonie nun Senioren Besuchsfahrten. „Wir holen Leute von zu Hause ab und bringen sie zu Veranstaltungen, zum Beispiel bei uns hier im Haus“, erklärt Helmut Ulrich, Geschäftsführer der Diakonie. Auch die Stadt Langen konnte dieses Jahr für den Seniorentreff einen Kleinbus mit neun Sitzen und zusätzlicher Trittstufe anschaffen. Die FR-Altenhilfe unterstützte den Kauf mit 25 000 Euro. „Damit helfen wir den einzelnen Projekten, Senioren aus der Einsamkeit zu holen“, sagt Gina Lülves.

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen