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Schlappekicker-Preis Vorbildliche Arbeit

Der Selbstverteidigungsverein Rüsselsheim erhält im Frankfurter Römer den mit 5000 Euro dotierten Preis der Schlappekicker-Aktion der Frankfurter Rundschau.

07.12.2013 11:23
Katja Sturm überreicht Beate Berghausen (M.) und Özgül Sahin (r.) den Schlappekicker-Preis. Foto: Christoph Boeckheler

Beate Berghausen brachte es auf den Punkt: „Leider spielt Gewalt gegen Frauen noch immer eine große Rolle“, sagte die Trainerin des Selbstverteidigungsvereins Rüsselsheim in ihrer Dankesrede für den mit 5000 Euro dotierten Schlappekicker-Preis der Frankfurter Rundschau, den sie am 2. Dezember im Limpurgsaal des Frankfurter Römers entgegennahm – nur wenige Tage nach dem Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen, der alljährlich am 25. November zur Bekämpfung von Diskriminierung und Gewalt gegenüber Frauen aufruft.

Ein Zufall, der aber nicht ganz überraschend kommt, erhielt doch jetzt schon zum zweiten Mal nach 2009 (Frauen in Bewegung e.V.) ein Verein den Schlappekicker-Preis, der sich ausschließlich um die Belange von Frauen und Mädchen kümmert.

Berghausen, die zusammen mit Karin Leinweber und Özgül Sahin das Training in Rüsselsheim leitet, bedankte sich ausdrücklich bei der Jury für die Preisvergabe: „Damit helfen sie generell, das Frauenthema öffentlich zu machen.“

Dazu trägt aber auch die Stadt Frankfurt bei, die wieder einmal den Limpurgsaal des Römers für die Preisverleihung zur Verfügung stellte. „Das ist eine wunderbare Tradition“, sagte Stadtrat Markus Frank, der vonseiten der Stadt ein „herzliches Dankeschön“ auch an die Schlappekicker-Aktion übermittelte, deren Engagement „keine Selbstverständlichkeit“ sei.

Seit 1998 zeichnet die gemeinnützige Aktion der Frankfurter Rundschau inzwischen Personen und Vereine aus, die mit ihrer Arbeit Verantwortung für das Gemeinwesen oder einzelne Zielgruppen übernehmen: „Es ist selbstverständlich, dass wir im Rathaus die Türen für den Schlappekicker öffnen“, sagte Frank, der auch das Engagement der diesjährigen Preisträgerinnen lobend hervorhob. „Die soziale Komponente ist besonders wichtig.“

Beim Thema Gewalt gegen Frauen ist zwar die gesamte Gesellschaft gefordert, doch jeder kann mit seinen eigenen Mitteln seinen Teil dazu beitragen. Vorbildlich ist hierbei in der Tat die Arbeit der Frauen aus Rüsselsheim, die seit mittlerweile gut 20 Jahren all ihre Kräfte bündeln, um zwei ihrer vordergründigsten Aufgaben zu lösen, nämlich: Frauen zu helfen, ihre Gewalterfahrungen zu verarbeiten, und gleichzeitig Mädchen präventiv auf entsprechende Gefahrensituationen vorzubereiten.

Für die Zukunft bestens gerüstet

Dies alles geschehe in einer besonderen Wohlfühlatmosphäre, wie die Schlappekicker-Vorsitzende Katja Sturm in ihrer Laudatio hervorhob: „Die Mädchen und Frauen lernen in Rüsselsheim, mit ihren kleinen und großen Ängsten umzugehen und erfahren somit ein großes Stück Geborgenheit.“

Eines, so fuhr Katja Sturm fort, stehe damit unumstößlich fest: „Die Mitglieder des Vereins sind für die Zukunft bestens gerüstet.“

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