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Schlappekicker-Preis 2012 HSG macht Kinder stark

Die Kinder- und Jugendarbeit der Handballspielgemeinschaft Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden ist vorbildlich. Deshalb wird die HSG im Frankfurter Römer mit dem Schlappekicker-Preis 2012 ausgezeichnet.

06.12.2012 14:15
Die Preisträger der HSG Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden mit der Schlappekicker-Vorsitzenden Katja Sturm (3. v. l.). Foto: Peter Jülich

Gegenseitiger Respekt ist eminent wichtig, im Sport wie im Leben. Genauso dachten die Vorstandsmitglieder der Handballspielgemeinschaft (HSG) Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden, als sie 2011 ihr Präventionskonzept entwickelten. „Als wir darüber nachzudenken begannen, war uns klar, dass der faire, respektvolle Umgang miteinander im Mittelpunkt stehen sollte“, sagte Sportwart Rainer Thöny in seiner Dankesrede am Montagabend im Frankfurter Römer. Gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen hatte er dort vor 80 geladenen Gästen aus Sport und Politik den mit 5?000 Euro dotierten Schlappekicker-Preis der Frankfurter Rundschau entgegengenommen.

„Es ist sicherlich nicht alltäglich“, sagte Thöny weiter, „wenn ein Sportverein mit etwas auf sich aufmerksam macht, das nicht unmittelbar mit Sport zu tun hat.“ Tatsächlich hat die 600 Mitglieder starke HSG weit mehr im Blick als nur den sportlichen Erfolg. Wichtig ist dem Verein vor allem die Persönlichkeitsentwicklung der 360 Kinder und Jugendlichen, die dort, wie die Schlappekicker-Vorsitzende Katja Sturm in ihrer Laudatio hervorhob, „zu selbstbewussten jungen Leuten erzogen werden, die mit beiden Beinen im Leben stehen und kritische Situationen nicht fürchten müssen“.

Krisen sind freilich ganz normal für Heranwachsende. Alkohol und Drogen spielen dabei oft eine Rolle, auch sexueller Missbrauch ist im Sport ein nicht zu unterschätzendes Problem. Doch davon ist die HSG dank ihrem Präventionskonzept bisher verschont geblieben. „Es ist ein Verein, der nicht wegsieht, sich für Zukünftiges wappnet“, sagte Sturm.

Auch Stadtrat Peter Mensinger hob in seiner Ansprache das soziale Engagement der HSG hervor, die sich „als neue Perle in die Kette der bisherigen Schlappekicker-Preisträger würdig einreiht“. Seit 1998 zeichnet die gemeinnützige Aktion der FR Personen und Vereine aus, die mit ihrer Arbeit Verantwortung für das Gemeinwesen oder einzelne Zielgruppen übernehmen – die Kette besteht also aktuell aus 15 Gliedern. „Es erfordert schon eine besondere Leistung, um derart geehrt zu werden“, sagte Mensinger, der auch das jahrzehntelange soziale Engagement der 1951 von der FR-Sportredaktion gegründeten Schlappekicker-Aktion lobte.

Die Arbeit der HSG Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden ist vor allem deshalb so erfolgreich, weil das Kindeswohl, so Thöny, „bei uns mehr ist als nur ein Schlagwort am Rande“. Dies zeigt sich auch am Einsatz der Mitglieder, die das Präventionskonzept immer wieder mit neuen Impulsen versehen. Weshalb Thöny sich in seiner Rede auch ausdrücklich bei allen ehrenamtlichen Helfern bedankte, „die mitmachen, um Präventionsarbeit mit Leben zu füllen“. Mit dem Schlappekicker-Preis erhielt der Verein die verdiente Anerkennung für dieses vorbildliche Engagement.

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