Lade Inhalte...

Schlappekicker Jubiläumsfeier Eine große Sport-Familie

Seit 60 Jahren fördert die Schlappekicker-Aktion der Frankfurter Rundschau Sportler in Not und zeichnet Vereine aus, die sich sozial engagieren. Am Donnerstag Abend feierte der Verein mit vielen prominenten Gästen sein Jubiläum. Mit Bilderstrecke.

22.03.2012 22:18
Prominenz beim Schlappekicker: Lira Bajramaj, Rudi Völler, Sebastian Rode (vl.n.re.). Foto: Rolf Oeser

Seit 60 Jahren fördert die Schlappekicker-Aktion der Frankfurter Rundschau Sportler in Not und zeichnet Vereine aus, die sich sozial engagieren. Am Donnerstag Abend feierte der Verein mit vielen prominenten Gästen sein Jubiläum. Mit Bilderstrecke.

Ein fröhlicher Fußballer mit einer Schreibmaschine bildete einst das Logo des Vereins, heute hat er einen Laptop um den Hals geschnallt. Sonst hat sich nicht viel geändert, die Schlappekicker-Aktion der Frankfurter Rundschau ist sich über die Zeit hinweg treugeblieben. Seit 60 Jahren hilft der Verein Sportlern in Not, hat seit Ende der 90er Jahre sogar sein Spektrum erweitert, fördert Sportvereine, die sich für die Integration behinderter Menschen einsetzen und die sich auch anderweitig sozial engagieren.

All das ist Grund genug zum Feiern. Am Donnerstagabend beging der Schlappekicker sein Jubiläum mit zahlreichen Ehrengästen im Foyer des FR-Depots.

OB Roth schickt Videobotschaft

„Der Verein stellt die Menschen im Sport in den Mittelpunkt“, sagte Karlheinz Kroke, Geschäftsführer der FR, bei seiner Begrüßung. Anders als beim Profi-Sport spiele der Kommerz beim Schlappekicker keine Rolle. Kroke sagte zu, die Aktion weiter zu begleiten: „Was wir tun können, wollen wir zur Verfügung stellen.“ Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU), die persönlich nicht erscheinen konnte, schickte eine Grußbotschaft per Video.

Alte Bekannte zu treffen, neue Freunde zu finden – dazu sollte, dem Wunsch der Vereinsvorsitzenden Katja Sturm zufolge, der Abend Gelegenheit bieten. So fand sich mit den Weggefährten des Schlappekickers ein Teil der großen Sportfamilie zusammen. „In Familien helfen die Stärkeren den Schwächeren“, sagte Sturm. „Genau hier setzen wir als Schlappekicker-Aktion an. Wir greifen unter die Arme. Wir helfen dort, wo Not am Mann ist.“

Hochkarätige Gästeliste

Einen Rückblick auf 60 Jahre Schlappekicker gab der Wirtschaftsjournalist Frank Lehmann, der seine Anfänge bei der FR gemacht hatte. Zahlreiche Schwarz-Weiß-Fotos diverser Weihnachtsfeiern ließen die alten Zeiten wieder aufleben. Die Liste der Gäste ist hochkarätig: Es findet sich Lokalprominenz wie Petra Roth, Volksschauspielerin Liesel Christ, Karnevalsurgestein Karl Oertl und Kabarettist Bodo Bach; aber auch Fußball-Legenden wie Fritz Walter und Jörg Berger sowie Erich Ribbeck, Felix Magath und Franz Beckenbauer.

„Es waren schöne Familienfeiern“, sagte Lehmann, der sogar seine alte Schlappekicker-Sammeldose mitgebracht hatte.

Talkrunde mit Harald Stenger und DFL-Boss Seifert

Böhm nutzte gestern die Gelegenheit, um Danke zu sagen: „Jeder Euro für den Schlappekicker ist gut investiertes Geld“, sagte er. Böhm geht locker mit seiner Behinderung um: „Der Laster ist nur über meine Beine gefahren, nicht über meinen Kopf.“ Im Publikum war auch der ebenfalls geförderte Johannes Hablik, während Christel Müller grippebedingt hatte absagen müssen.

Zwei Talkrunden mit Gästen führte Harald Stenger, Pressesprecher der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Zunächst sprachen Christian Seifert, Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Fußball Liga, und Michael Vesper, Generaldirektor des Deutschen Olympischen Sportbundes, über die derzeitige Lage des Profisports.

In der zweiten Runde traf Rudi Völler, ehemaliger Teamchef der deutschen Fußballnationalmannschaft und heute Sportdirektor von Bayer Leverkusen, auf den ehemaligen Eintracht-Spieler Dieter Stinka, den aktuellen Eintrachtler Sebastian Rode und die FFC-Fußball-Nationalspielerin Lira Bajramaj.

Bei einer Veranstaltung, die der Förderung des Sportes zugutekam, durfte der Sport selbst nicht fehlen. So begrüßten die Stelzenläufer vom TSV Korbach die Gäste, es folgten Vorführungen des Kampfsportvereins „Frauen in Bewegung“ sowie des Frankfurter Turnvereins 1860 ? alle drei ehemalige Schlappekicker-Preisträger. Darüber hinaus zeigten die beiden Turner Artem und Thommy spektakuläre Akrobatik auf dem Tisch.

Zum Schluss gab es noch ein Geburtstagsgeschenk: Schirmherr Karl-Heinz Körbel versprach von nun an jährlich ein Benefiz-Spiel der Eintracht-Traditionsmannschaft zugunsten des Schlappekickers.

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen