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Schlappekicker Große Bühne für ein Gudesding

1. UpdateMehr als 120 Gäste nehmen an der Schlappekicker-Preisverleihung im Kaisersaal teil.

28.11.2017 16:01
Schlappekicker
Große Freude: Schlappekicker-Vorsitzender Arnd Festerling und Schirmherr Charly Körbel überreichen Rainer Weiss, Jakob Berthoud und Luis Engelhardt (von links) den Schlappekicker-Preis. Rechts der Gastgeber im Kaisersaal, Oberbürgermeister Peter Feldmann. Foto: Peter Jülich

Wunderbar war auch die Stimmung im Kaisersaal. Mehr als 120 Gäste waren gekommen, Dieter Stinka und Friedel Lutz von der 59er-Meistermannschaft der Eintracht waren ebenso vor Ort wie Schlappekicker-Schirmherr Karl-Heinz Körbel und Fechtolympiasiegerin Cornelia Hanisch. Auch Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic, sein AG-Vorstandskollge Axel Hellmann, und Vereinspräsident Peter Fischer waren zugegen – und derart von der Arbeit des FC Gudesding angetan, dass sie die Mannschaft spontan zu einem Spiel der Eintracht einluden. Die Begeisterung bei dem Klub, der sich von Beginn an „als Kind dieser Stadt verstanden hat“ (Weiss), war entsprechend groß, zumal 90 Prozent der Vereinsmitglieder SGE-Fans sind. Dass auch ein Bayern-Fan, Schalke- und Köln-Anhänger bei Gudesding vertreten seien, so witzelten manche, erscheine da fast schon rätselhaft - ist aber nicht weiter schlimm: Gudesding lebt ja das Miteinander wie kaum ein zweiter Klub, oder, wie es Weiss formulierte: „Unser Verein beruht auf dem Prinzip Freundschaft.“

Einer der engsten Freunde konnte allerdings nicht zugegen sein, denn Victor Steinbrück liegt nach einem Unfall seit drei Jahren im Koma. Im Herzen aber war der Pressesprecher auch am Montag mit dabei: Die Spieler hatten ihm zu Ehren das Trikot mit der Nummer 12 mitgebracht, Steinbrück ist nämlich stets der zwölfte Mann auf dem Platz. Schmerzlich vermisst wurden auch andere Freunde des Schlappekickers. Hans Lankes, der so viel Geld gesammelt hat wie wohl kein Zweiter, ist in diesem Jahr ebenso verstorben wie Gert Trinklein, Wolfgang Solz, Heinz Wulf und Christel Müller, die seit 1987 vom Schlappekicker unterstützt wurde und jede Veranstaltung des Schlappekickers mit ihrem Lächeln bereichert hat.

Sicher hätte sie sich auch über den FC Gudesding als Preisträger sehr gefreut. Rainer Weiss nannte die Auszeichnung „einen Meilenstein“ in der jungen Geschichte des 2012 gegründeten Klubs. Doch im Grunde war der Preis nur ein erster Schritt. „Der Verein muss wachsen“, sagte Weiss: „Wir wollen junge Menschen ansprechen und sie an ihre gesellschaftliche Verantwortung heranführen.“ Die gude Arbeit wird im Ostpark also auch in den kommenden Jahren weitergehen – auf dem Platz, vor allem aber auch neben dem Platz.

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