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Woog in Darmstadt Frische Fische für den Woog

Rotfedern, Schleien, Moderlieschen und Bitterlinge werden im Woog in Darmstadt ausgesetzt.

Woog
Fische werden in den Woog eingebracht. Foto: Monika Müller

Im Großen Woog in Darmstadt schwimmen wieder mehrere Tausend Fische. Ein Fischzuchtbetrieb aus Gersfeld in der Rhön brachte am Freitagnachmittag in einem großen Wasserbassin sowie in drei mit Wasser gefüllten Plastiktüten 100 Kilogramm zwölf bis 18 Zentimeter große Rotfedern, 150 etwa 20 bis 24 Zentimeter große Schleien, 2000 fünf bis sechs Zentimeter große Moderlieschen und 400 ebenso kleine Bitterlinge an den im Sommer beliebten Naturbadesee.

Tatjana Hofmann und Klaus Fischer vom Vorstand der Anglergemeinschaft Großer Woog übernahmen das Aussetzen der kleinen Fische, die sogleich die Uferzone des Sees erkundeten, um auf Nahrungssuche zu gehen. Bis 2022 wird der Verein nach den Worten der Vereinsvorsitzenden Hofmann rund 7000 Euro ausgeben, um nach und nach weitere Fische im Großen Woog auszusetzen. Die Anglergemeinschaft, der rund 20 Mitglieder angehören, ist als Pächter des Woogs vom Eigenbetrieb Bäder der Stadt mit der Pflege des Gewässers und dem Fischbesatz beauftragt worden.

Bürgermeister Rafael Reißer (CDU) erläuterte, dass der Große Woog in den Jahren 2016 und 2017 habe entschlammt werden müssen. Zudem seien an einer Mauer Arbeiten im Rahmen des Hochwasserschutzes erledigt worden. Im Zuge der Entschlammung des Woogs wurden das Wasser des Badesees abgelassen und etwa siebentausend Muscheln von der Anglergemeinschaft herausgeholt und in den Teichen des Ostwalds vorübergehend eingesetzt. Auch die Fische wurden professionell gefangen.

Fische für die Muscheln

Weil im vergangenen Jahr das Wasser des Woogs noch nicht nährstoffreich genug gewesen sei, habe man die Besatzaktion um ein Jahr verschoben. Wären die Jungfische bereits im vorigen Jahr ausgesetzt worden, hätte nach den Worten Reißers die Gefahr bestanden, dass sie möglicherweise verhungert wären. Nach einer Pause von zwei Jahren biete das Gewässer nun genügend Nahrungsgrundlage für einen Wiederbesatz mit Muscheln und Fischen.

Mit dem Muschel- und Fischbesatz soll nach Angaben der Stadt auch das biologische Gleichgewicht des Gewässers nachhaltig wiederhergestellt werden. Der Bewirtschaftungsplan sieht vor, dass unter anderem Fische – wie Bitterlinge – eingesetzt werden, die in einer Symbiose mit den Teichmuscheln leben. Ein Großteil der Muscheln war bereits Mitte Oktober in den Woog zurückgebracht worden.

Mit der Sanierung des beliebten Naturbadesees war im September 2016 begonnen worden. Insgesamt wurden während der Bauphase rund 150 000 Kubikmeter Wasser abgelassen und wieder aufgefüllt. Rund 7500 Tonnen Sedimente wurden entwässert, davon mehr als 5200 Tonnen Schlamm und mehr als 2200 Tonnen Sand. Nach Angaben der Stadt haben die Entschlammung des Woogs und der Bau eines Sammelbeckens mit einem Stauvolumen von 500 Kubikmetern, mit dem das starke Wachstum von Algen im Woog unterbunden und die Badewasserqualität auf Dauer verbessert werden soll, rund 1,7 Millionen Euro gekostet.

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