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Wohnen in Rhein-Main Gebaut wird in der Fläche

Wohnungen entstehen im Rhein-Main-Gebiet zunehmend außerhalb der vorhandenen Bebauung, wie die aktuelle Bilanz des Regionalverbands deutlich macht.

Bauarbeiten
Ein Bauarbeiter hebt auf einer Baustelle ein Brett in die Höhe. (Symbolfoto) Foto: dpa

Im Rhein-Main-Gebiet können auf knapp 2400 Hektar Wohnungen gebaut werden. So sieht es der gültige regionale Flächennutzungsplan vor. Und diese Wohnungen werden angesichts des Bevölkerungswachstums auch dringend gebraucht. Tatsächlich tut sich auf vielen der insgesamt knapp 700 Flächen etwas, wie eine jetzt veröffentlichte Übersicht des Regionalverbands Frankfurt-Rhein-Main zeigt.

Knapp zwei Drittel der geplanten Bauflächen (62 Prozent) sind „aktiviert“, wie der Verband mitteilt. Konkret heißt das: 14 Prozent sind seit der Aufstellung des Plans bereits bebaut worden. Für 27 Prozent der Fläche gibt es einen Bebauungsplan, für weitere 21 Prozent gibt es einen Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan, oder zumindest existiert ein Entwicklungskonzept.

„Der Wohnungsdruck ist in den Kommunen verstärkt angekommen und die Verantwortlichen handeln jetzt“, sagt dazu der hauptamtliche Beigeordnete und designierte Direktor des Regionalverbands, Thomas Horn (CDU). Bis zum Jahr 2022 sei damit zu rechnen, dass auf mehr als 100 Flächen mit insgesamt rund 600 Hektar tatsächlich Wohnungen stünden. Die Zahlen sind das Ergebnis einer vom April bis August durchgeführten Umfrage unter den 75 Mitgliedskommunen des Verbands.

Verschiedene „Hemmnisse“

Für die verbleibenden 38 Prozent möglicher Wohnbaufläche haben die Städte und Gemeinden verschiedene „Hemmnisse“ angeführt. An erster Stelle genannt hätten sie „schwierige Eigentumsverhältnisse“, am zweithäufigsten seien Befürchtungen vor Folgekosten für die soziale und technische Infrastruktur angeführt worden, auf Rang drei liege das Argument „schwierige politische Entscheidungsfindung“.

2016 wurden auf dem Gebiet des Regionalverbandes erstmals seit Beginn des Monitorings mehr Wohnungen im Außen- als im Innenbereich gebaut. In den Jahren 2013 bis 2015 war dies umgekehrt. Dies zeige, so Horn, dass die Innen- und Umstrukturierungspotenziale im Kern des Ballungsraums überwiegend erschöpft seien.

Der Verband geht davon aus, dass bis 2030 insgesamt gut 184 000 Wohnungen gebaut werden müssten, um den Bedarf zu decken. Bis dahin soll die Bevölkerungszahl um bis zu 200 000 Einwohner auf 2,4 Millionen ansteigen, ein Plus von 8,5 Prozent.

Diese und viele andere Daten und Fakten sind im Flächenmonitoring-Jahresbericht 2017 zu finden. Auf der Internetseite des Regionalverbandes kann er heruntergeladen werden.

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