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Windkraft Zu viel Wald gerodet

Gegen einen Windkraftbetreiber im Vogelsberg wird ein Verfahren eingeleitet, weil er für seinen Windpark zu viel Wald gerodet haben soll. Energieminister Tarek Al-Wazir (Grüne) hatte seine Teilnahme an der von Protesten begleiteten Park-Eröffnung zuvor abgesagt.

25.09.2014 13:31
Windkraft soll in Hessen die zentrale Rolle bei der Energiewende spielen. (Symbolbild) Foto: dpa

Behörden haben gegen einen Windkraftbetreiber im Vogelsberg ein Verfahren wegen Ordnungswidrigkeit eingeleitet. Dies berichtete Energieminister Tarek Al-Wazir (Grüne) am Donnerstag im Landtag in Wiesbaden. Dem Betreiber wird vorgeworfen, für seinen Park in Freiensteinau zu viel Wald gerodet zu haben. Bei der Windkraft müssten die rechtlichen Standards beachtet werden, so der Energieminister. "Das ist auch Voraussetzung für Akzeptanz."

Der Grünen-Politiker verteidigte zugleich seine Absage bei der Eröffnung des Windparks am vergangenen Sonntag, wo Hunderte Gegner gegen den Park protestiert hatten. Die FDP warf Al-Wazir vor, er habe mit seiner Absage in Wahrheit vor der Demonstration gekniffen. Damit ignoriere der Minister die wachsenden Bürgerproteste gegen die Windenergie, sagte der Abgeordnete René Rock.

Verständnis für Al-Wazirs Absage

Die Windkraft soll in Hessen die zentrale Rolle bei der Energiewende spielen. Schwarz-Grün will den Anteil der erneuerbaren Energien in der Stromerzeugung bis 2019 verdoppeln.

Volles Verständnis fand Al-Wazirs Absage nicht nur beim Koalitionspartner CDU, sondern auch bei der SPD-Opposition. Deren Abgeordneter Timon Gremmels warf der Union jedoch "Falschspiel" vor. Vor Ort zeigten sich führende CDU-Politiker viel skeptischer zur Windkraft. Ein "Unding" sei, dass in Freiensteinau die lokale CDU zur Demonstration gegen Al-Wazir aufgerufen habe. (dpa)

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