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Wiesbaden Erhöhte Polizeipräsenz kommt gut an

Zwischenbilanz beim Programm „Gemeinsam Sicheres Wiesbaden“. Im Januar 2019 kommt die Waffenverbotszone mit neuem Geltungsbereich.

Die Taxifahrer achteten inzwischen darauf, dass sie ihre Fahrerlaubnisse dabei hätten und der Wagen technisch gut in Schuss sei, berichtet Ordnungsamtsleiterin Heike Paul. Dies sei nicht immer so gewesen. Zu Beginn der Kontrollen am Jahresanfang hätten die Fahrer beim Auftauchen der Polizei noch nervös zum Handy gegriffen und das Weite gesucht.

Die Kontrollen der Taxifahrer sind einer von zehn Punkten des Programms „Gemeinsam Sicheres Wiesbaden“, das Bürgermeister Oliver Franz (CDU) und Stefan Müller, Präsident der Polizei Westhessen, im April angekündigt hatten. Am Freitag zeigten sich die beiden mit der Zwischenbilanz zufrieden. Bei einer Großkontrolle am vergangenen Dienstag etwa habe die Polizei in der Innenstadt fünf Messer sichergestellt. 25 Mehrfach- oder Intensivtäter hätten die Beamten seit Jahresbeginn zudem bereits verhaftet. Nach einer Messerattacke am Platz der deutschen Einheit im August sei der Täter fünf Tage später festgenommen worden; nach dem Messerangriff am Kochbrunnen am vergangenen Samstag gelang dies schon wenige Stunden nach der Tat.

Neu wird die Waffenverbotszone sein, von der Bürgermeister Oliver Franz (CDU) sicher ist, dass sie am 1. Januar 2019 in Kraft treten kann. Die Stadtverordneten müssen sie zwar noch im Dezember beschließen, doch der Vorschlag stoße bei vielen Menschen auf Zustimmung, sagte er. Der ursprünglich geplante Geltungsbereich wurde nach einer Analyse der Straftaten von 2016 und 2017 verändert. Nun soll neben der Fußgängerzone auch ein Teil des Westends bis zur Hellmundstraße dazugehören, während der Warme Damm herausfällt. Zwischen 21 und 5 Uhr ist es in diesen Bereichen verboten, waffenähnliche Gegenstände wie Messer, Schraubendreher, Knüppel, Äxte und Handschuhe mit harten Füllungen mitzuführen. Wird jemand erwischt, zieht die Polizei die Gegenstände ein und verhängt eine Geldstrafe.

Ziel des Programms ist es vor allem, den Bürgerinnen und Bürgern wieder das Gefühl zu vermitteln, auf Wiesbadens Straßen sicher zu sein. Die Behörden stellen fest, dass trotz abnehmender Kriminalitätsraten sich die Menschen zunehmend bedroht fühlen. Auch Wiesbaden weist kein erhöhtes Risiko auf, in der Stadt Opfer einer Straftat zu werden. „Wir messen den Erfolg am Sicherheitsgefühl der Menschen“, sagte Isabel Müller vom Polizeipräsidium Westhessen. Nach ihren Angaben zeigt die vermehrte Polizeipräsenz auf den Straßen bereits Wirkung. Bürger meldeten zurück, dass ihnen die höhere Präsenz auffalle und dass sie sie guthießen.

40 zusätzliche Stadtpolizisten sind im Einsatz. Seit August verfügt die Polizei über fünf neue Streifenbeamte, und seit Jahresbeginn sind zehn weitere Zivilbeamte unterwegs. An 82 Kontrolltagen seien 2000 Personen überprüft worden.

2019 soll zudem eine umfangreiche Videoüberwachung am Platz der Deutschen Einheit/Schwalbacher Straße, am Hauptbahnhof und am Schlachthof eingerichtet werden.

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