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Wetter in Hessen Hessen räumt nach Unwettern auf

Nach heftigen Unwettern sind zahlreiche Hessen mit Aufräumarbeiten beschäftigt und müssen erneut mit bangem Blick gen Himmel schauen.

08.08.2018 18:54
Wolkenbrüche in Hessen
Foto: Bernd März (dpa-Zentralbild)

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach sagte schwül-heißes Wetter für den  Donnerstag voraus; vor allem ab dem Nachmittag soll es kräftig blitzen und donnern. Auch Starkregen und Orkanböen seien möglich, teilte der DWD am Mittwoch mit.

Nach wochenlanger Hitze hatten sich am Dienstag Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen vor allem in Mittelhessen entladen. Besonders betroffen war Kirchhain. Ein Sprecher des Kreises Marburg-Biedenkopf sprach von „riesigen Wassermengen“, die vom Himmel gefallen seien. Straßen und Keller wurden überflutet, Dächer abgedeckt und Bäume auf Straßen geworfen. Manche Autofahrer unterschätzten die Gefahr, fuhren in die braune Brühe und blieben stecken. Die Feuerwehr rückte im Kreis zu mehr als 500 Einsätzen aus, die meisten davon waren in Kirchhain.

Bei Langgöns im Kreis Gießen zählte die Polizei etwa 50 Einsätze. Platzregen und über die Fahrbahn fliegende Äste sorgten in dem Bereich auch für Behinderungen auf der A45. In Südhessen liefen ebenfalls Keller vor. Die Feuerwehr fuhr zu rund 50 Einsätzen unter anderem in Alsbach-Hähnlein und Seeheim-Jugenheim. Verletzte wurden an den Unwetterorten nicht gemeldet.

Ersehnte Abkühlung

Die Einsatzkräfte seien weiterhin damit beschäftigt, die Folgen zu beseitigen, sagte ein Sprecher des Kreises Marburg-Biedenkopf am Mittwoch. Zudem müssten Schäden an zwei Schulen in Kirchhain begutachtet werden. Dort war teils Wasser in die Gebäude gedrungen oder das Dach in Mitleidenschaft gezogen worden. „Wir müssen in Ruhe prüfen, was los ist, es geht um die Sicherheit der Kinder.“ Die Schüler hatten deswegen am Mittwoch frei, am Donnerstag sollte der Unterricht aber wieder stattfinden.

Die erwarteten Gewitter führen auch die ersehnte Abkühlung mit sich: Die Temperaturen steigen laut DWD am Donnerstag noch einmal auf 28 bis 33 Grad. In der Nacht zum Freitag gibt es dann bei 9 bis 16 Grad Gelegenheit zum Durchlüften. Tagsüber ist es heiter bis wolkig und wird nicht mehr wärmer als 26 Grad.

Eine ähnlich langanhaltende Hitzewelle wie zuletzt erwartet der Wetterdienst in diesem Jahr nicht mehr. Zwar werde es punktuell noch über 30 Grad heiß werden, sagte DWD-Meteorologe Jens Winninghoff. „Ich gehe aber nicht mehr von Werten über 35 Grad aus.“ (dpa)

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