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Welpen kaufen Hundebabys aus dem Internet

Woran kann man erkennen, dass ein Welpe aus einer illegalen „Vermehrstation“ in Osteuropa stammt? Wie alt muss ein Welpe sein, der aus dem Ausland eingeführt wird? Tipps zum Welpenkauf.

Welpen
Welpen sind süß. Kaufen sollte man sie aber nur bei seriösen Züchtern. Foto: Ilona Surrey

Woran kann man erkennen, dass ein Welpe, der zum Verkauf angeboten wird, womöglich aus einer illegalen „Vermehrstation“ in Osteuropa stammt?
Dafür gibt es mehrere Anhaltspunkte. Zum einen kann kein Muttertier bei dem Händler besichtigt werden, weil die Hündinnen nicht in Deutschland sind. Zum anderen sind die Tierpässe der Welpen im Ausland ausgestellt. Oftmals sind dabei die eingetragenen Daten nicht plausibel. Beispielsweise liegt das Impfdatum vor dem Geburtsdatum des Welpen.

Wie alt muss ein Welpe sein, der aus dem Ausland eingeführt wird?
Mindestens 15 Wochen, denn erst dann kann der Hund die erforderliche Tollwutimpfung erhalten haben, die er mit 12 Wochen bekommt und die drei Wochen wirken muss, ehe er importiert werden kann.

Wie lässt sich bei Angeboten im Internet, etwa bei eBay-Kleinanzeigen, feststellen, ob der Anbieter seriös ist?
Hundertprozentige Sicherheit gibt es beim Kauf übers Internet nicht. Denn die Anbieter müssen auf dem Portal ihre wahre Identität nicht preisgeben. Meist gibt es nur eine Handynummer für die Kontaktaufnahme. Hellhörig sollte man auf jeden Fall werden, wenn kein Muttertier besichtigt werden kann und die Welpen nicht gechipt und geimpft sind. Texte, die in schlechtem Deutsch verfasst sind, können ein Indiz sein, dass die Tiere aus dem Ausland stammen und illegal gehandelt werden. Schön klingende Beschreibungen alleine lassen allerdings auch nicht unbedingt auf einen seriösen Anbieter schließen.

Kann man die Seriosität des Anbieters am Preis für die Hunde erkennen?
Häufig ja, denn seriöse Züchter werden Rassehunde nicht für ein paar Hundert Euro verkaufen. Es gibt allerdings illegale Händler, die das erkannt haben und einfach die Preise erhöhen, um so Seriosität vorzutäuschen.

Ein Verkäufer bietet Welpen mehrerer Rassen gleichzeitig an und die Hunde sind unterschiedlich alt. Ist in diesem Fall Vorsicht geboten?
Vermutlich ja. Denn verantwortungsvolle Züchter ziehen maximal drei Würfe pro Jahr auf, weil der Zeitaufwand sonst zu groß ist. Wenn noch dazu mehrere Rassen angeboten werden, handelt es sich höchstwahrscheinlich um einen Zwischenhändler, der ausschließlich profitorientiert arbeitet.

Wo sollte die Übergabe der Tiere stattfinden?
Welpen sollten ausschließlich im Haus des Anbieters übergeben werden, niemals auf der Straße oder auf einem Parkplatz. So kann man den Wurf und die Hündin besichtigen, ehe man sich für den Kauf entscheidet. Seriöse Züchter bitten Interessenten meist, zweimal zu Besuch zu kommen, damit auch sie die künftigen Hundehalter kennenlernen können.

Ab welchem Alter können Welpen an neue Besitzer abgegeben werden?
Wenn sie nicht über die Grenze gebracht werden, ab einem Alter von acht bis zehn Wochen. Erst dann sind sie in ihrer Entwicklung so weit, dass sie von ihren Geschwistern und der Mutterhündin getrennt werden können.

Welche Papiere sollte man sich vom Verkäufer geben lassen?
Jeder Hund braucht einen EU-Heimtierausweis und einen Impfpass, in dem Geburtsdatum und Impfungen eingetragen sind. Seriöse Anbieter stellen auch einen Kaufvertrag aus. Und sie sind weiterhin mit Anschrift und Telefonnummer für die Welpenkäufer erreichbar, falls diese Fragen zu den Tieren haben.

Zusammengestellt von Andrea Rost.

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