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Welcomecenter Hessen Fachkräfte willkommen

Das Welcomecenter hilft seit fünf Jahren Zuwanderern beim Ankommen in Hessen.

Wer ins Ausland geht, um zu arbeiten, der hat eine Menge Fragen. Braucht man eine Krankenversicherung? Wie finde ich eine Wohnung? Wie funktioniert das Schulsystem? Und welcher Arbeitgeber ist der richtige für mich?

Das Welcomecenter Hessen wurde vor fünf Jahren gegründet, um genau solche und viele andere Fragen zu beantworten – und zwar für Menschen, die zum Arbeiten nach Hessen kommen wollen. Sie sollen sich schnell zurechtfinden und möglichst bald auch heimisch fühlen. Denn Hessen braucht für seinen Wohlstand Zuwanderung aus anderen Ländern. Davon ist Frank Martin, Leiter der Regionaldirektion (früher: Arbeitsamt), überzeugt. 

„Dass es Hessen so gut geht, haben wir auch den internationalen Fachkräften zu verdanken, die sich hier niederlassen“, sagte Martin am Dienstag in Frankfurt, wo das fünfjährige Bestehen der Beratungsstelle gefeiert wurde. 

Das Problem ist beachtlich. Denn Hessen, glaubt man Martin, drohen die Arbeitskräfte auszugehen. „Wir haben jährlich ein Wachstum von 65 000 Arbeitsplätzen“, erklärt er. Gleichzeitig gehen in den nächsten Jahren zwischen 350 000 und 400 000 Fachkräfte in den Ruhestand – eine Lücke, die alles andere als leicht zu schließen ist.

Das Welcomecenter ist einer gemeinsamen Initiative von Bundesagentur für Arbeit, Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main und Sozialministerium entsprungen. Seit Juli 2013 hat das Center seinen Sitz in der Fischerfeldstraße in der Frankfurter Innenstadt. Dort beraten Experten jene Menschen, die in Hessen arbeiten oder hier eine Ausbildung absolvieren möchten. Auch Betriebe, Unternehmen und Verwaltungen in Hessen, die Interesse daran haben, jemanden aus dem Ausland einzustellen, können sich hier informieren und Kontakte knüpfen. 

Etwa zu Menschen wie Alberto Kraemer und Celia Olea. Die beiden kamen vor einigen Monaten aus Mexiko nach Deutschland. Celia hat Kommunikation studiert, Alberto ist Luftfahrtingenieur. Sie wollen sich zusammen mit ihren beiden acht und elf Jahre alten Kindern eine neue Zukunft aufbauen. Im Welcomecenter bekommen sie nicht nur Hilfe bei den Bewerbungsunterlagen, sondern auch bei der Suche nach eine Schule. 

Oder Charaf Smiri. Der Koch aus Spanien kam im Dezember 2016 nach Frankfurt. „Im Center hat man mir geholfen, mich anzumelden und Kindergeld zu beantragen“, erzählt er. Und auch eine Anstellung hat er mit Unterstützung der Berater gefunden.

Das Welcomecenter sei ein „hervorragender Ansprechpartner, um die Suchenden und die Unternehmen miteinander zu verzahnen“, lobte Handwerkskammer-Präsident Bernd Ehinger. Hessen brauche die klugen Köpfe. Auch darum solle die Arbeit des Welcomecenters fortgesetzt werden. 

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