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Weilmünster Keine Gesundheitsgefahr nach Gülle-Unfall

500.000 Gülle sind gestern aus einer defekten Biogas-Anlage in Weilmünster ausgetreten. Für die Anwohner besteht wohl keine Gesundheitsgefahr - schlimmer sieht es für die Flüsse in der Umgebung aus.

06.10.2017 12:05
Symbolfoto Polizei
Polizeiwagen (Symbolfoto). Foto: dpa

Der Gülle-Unfall im mittelhessischen Weilmünster stellt keine gesundheitliche Gefahr für die Anwohner dar. Das sagte ein Sprecher der zuständigen Kreisverwaltung Limburg-Weilburg. Am Donnerstag waren 500.000 Liter Gülle aus einem Silo in den Bleidenbach in Weilmünster geflossen und von dort aus weiter in die Flüsse Weil und Lahn geströmt. „Wir haben eine Spezialfirma beauftragt, um den Bleidenbach zu säubern“, teilte die Kreisverwaltung mit.  

Mitarbeiter der Umweltbehörde sind die betroffenen Flüsse abgelaufen. „Die Weil hat etwas abbekommen, die Lahn ist aufgrund der größeren Wassermenge nicht so stark betroffen“, lautet die Einschätzung der Limburger Kreisverwaltung.

Der Fischereisportverein Oberlahn schätzt die Folgen des Unfalls erheblich schlimmer ein. Gewässerwart Winfried Klein sagte: „Es ist eine Katastrophe. Der Bleidenbach ist kaputt, die Weil ist kaputt. Alle Fische sind tot.“

Bei dem Unfall war ein Defekt an einer Biogasanlage aufgetreten, die von einem Landwirt in Weilmünster betrieben wird. Die genaue Unfallursache ist noch unklar. In den nächsten Tagen soll die restliche Gülle aus dem Silo abgepumpt werden. (dpa)

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