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Weihnachtsmärkte in Hessen Sicherheit als zentrales Thema

Frankfurt und Darmstadt sichern die Weihnachtsmärkte in diesem Jahr mit Betonsperren gegen Terrorangriffe, Offenbach verzichtet darauf.

Bahnhofsviertelnacht
Der Weihnachtsmarkt in Frankfurt wird erstmals von massiven Betonsperren gesichert. (Symbolbild) Foto: Peter Juelich

Spätestens seit dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Berlin 2016 liegt ein verstärktes Augenmerk auf der Sicherheit von Großereignissen im Allgemeinen und Weihnachtsmärkten im Speziellen. Auch der Frankfurter Markt hat die Sicherheitsbemühungen gegenüber dem Vorjahr nochmals verstärkt.

Erstmals wird die Veranstaltung in der Adventszeit von massiven Betonsperren gesichert. Die drei Tonnen schweren Quader werden an prägnanten Sicherheitspunkten errichtet. Mainkai, die Berliner Straße und die drei Zufahrten zur Hauptwache werden mit den Betonsperren gesichert. Da sich der Markt von der Hauptwache und der Zeil über den Römerberg bis zum Mainufer erstreckt, werden voraussichtlich alle 150 Sperren der Stadt zum Einsatz kommen.

Auch die Anzahl der Sicherheitsleute werde erhöht. Wie groß der zusätzliche Personalaufwand ist, wollte Thomas Feda, Geschäftsführer der Tourismus- und Congress-Gesellschaft, nicht sagen. „Aber allein an den Sperren werden wir schon deutlich mehr Leute brauchen. Schließlich müssen wichtige Fahrzeuge rein- oder rausgelassen werden.“

Zusätzlich zu den genannten Maßnahmen werde die Polizei auch die Videoüberwachung intensivieren. Diese diene vordergründig dazu, Kleinkriminellen wie etwa Taschendieben das Leben schwer zu machen und im Falle einer Tat zu schnappen. „Wenn etwas Verdächtiges gesehen wird, wird uns das mitgeteilt“, sagt Feda. Auch mit den Standbesitzern sei man durch Nachrichtenprogramme auf dem Handy gut vernetzt. Alle würden die Augen aufhalten.

Der Straßenbahnbetrieb der Linien 11 und 12 in der Braubachstraße wird von den Sperren nicht unterbrochen. Mit Schranken werden die Trams durchgelassen und können ohne große Behinderungen weiterfahren.

In Darmstadt stehen am Schloss vor den Weihnachtsbuden schon Betonsperren. Die Polizei wird nach Angaben der Stadt wie im Vorjahr verstärkt in der Innenstadt Präsenz zeigen.

In Wiesbaden sieht das Sicherheitskonzept für die Eröffnungsfeier des Sternschnuppenmarktes auf dem Schlossplatz am 28. November wieder eine Begrenzung der Besucherzahl auf 5000 Personen vor. Zudem werden schwere Betonblöcke die Zufahrten absperren, damit kein Fahrzeug illegal auf den Platz fahren kann. Auch Lastwagen würden als Sperren eingesetzt, sagt Wirtschaftsdezernent Detlev Bendel (CDU). Polizei und Stadtpolizei gingen kontinuierlich Streife. Besucher müssen auf den Zufahrtswegen mit Kontrollen rechnen.

In Offenbach werde es keine großräumige Absperrung mit Betonwänden geben, sagt Organisator Klaus Kohlweyer von der Pro OF GmbH. Mit der Polizei sei das Thema besprochen worden, eine Abriegelung des Weihnachtsmarktes sei keine Option. Vergangenes Jahr hatte die Polizei als Reaktion auf den Anschlag auf dem Berliner Breitscheidplatz Einsatzfahrzeuge in der Frankfurter Straße aufgestellt.

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