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Wassermonitor Riesige Unterschiede beim Wasserpreis

Der Industrie- und Handelskammertag drängt die Kommunen zur Zusammenarbeit, um Wasserkosten zu sparen.

Leitungswasser
Die Wasserpreise in Hessen sind im vergangenen Jahr stabil geblieben. Foto: dpa

Die Wasserpreise in Hessen sind im vergangenen Jahr stabil geblieben, fallen jedoch von Kommune zu Kommune sehr unterschiedlich aus. So kostet ein Kubikmeter Frischwasser in Heidenrod (Rheingau-Taunus-Kreis) mit 3,74 Euro viermal so viel wie in Lorsch (Kreis Bergstraße) mit 0,91 Euro pro Kubikmeter.

Riesig sind die Unterschiede nach dem am Donnerstag vorgestellten Frisch- und Abwassermonitor des Hessischen Industrie- und Handelskammertags (HIHK) auch bei den Abwasserpreisen, die bis zu 80 Prozent der Wasserkosten ausmachen. Kirtorf (Vogelsbergkreis) verlangt 6,66 Euro pro Kubikmeter, Alsbach-Hähnlein (Kreis Darmstadt-Dieburg) 1,17 Euro. Je nach Standort müsse etwa eine Großbäckerei 153 000 Euro mehr oder weniger für Wasser zahlen.

Zwar sind die Wasserpreise 2017 weitgehend stabil geblieben und hat Neu-Isenburg (Kreis Offenbach) den Abwasserpreis sogar stark gesenkt. Doch Burghard Loewe, Federführer für Umwelt, Energie und Nachhaltigkeit des HIHK, rechnet mit steigenden Kosten in der Wasserwirtschaft. Dafür seien unter anderem der Bevölkerungsrückgang, der Sanierungsbedarf des Kanalsystems und der Ausbau der Kläranlagen zur Filterung belastender Spurenstoffe verantwortlich.

Der HIHK appelliert an die Kommunen, durch Kooperationen Kosten zu sparen. Möglich sei eine Zusammenarbeit etwa bei Notdiensten, Ersatzteillager, der Anlagensteuerung und der Abrechnung.

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