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Waldgesetz Hessen Naturschützer gegen Radfahr-Verbote

Der hessische Naturschutzbund läuft Sturm gegen die geplanten Fahrverbote für Radfahrer. Die Einschränkungen führten zu einer "Naturentfremdung". Die CDU will die Nutzungsrechte für die hessischen Wälder neu regeln, die übrigen Parteien sind dagegen.

25.07.2012 16:47
Ein Mountainbiker radelt im Wald abseits der Wege. Das will die hessische CDU per Gesetz verbieten. Foto: dpa

Im Streit um ein schärferes Waldgesetz fordert der Naturschutzbund (Nabu) Hessen einen freien Zugang zu den Wäldern. Vor allem die von der Landesregierung geplanten Fahrverbote für Radler und Rollstuhlfahrer könnten nicht hingenommen werden. „Mit dem Schutz der Natur haben solche Pläne wenig zu tun, sie fördern eher die Naturentfremdung der Menschen“, sagte Landesvorsitzender Gerhard Eppler am Mittwoch in Wetzlar.

Der von Umweltministerin Lucia Puttrich (CDU) vorgelegte Gesetzentwurf will die Nutzungsrechte für die hessischen Wälder neu regeln. Er sieht unter anderem vor, dass Radfahrer nur noch Wege benutzen dürfen, die auch von Autos befahren werden können. Während FDP, SPD und Grüne bereits Widerstand gegen die Pläne angekündigt haben, begrüßen die hessischen Waldbesitzer den Vorstoß. Das Gesetz soll im Herbst in den Landtag eingebracht werden.

„Eine wichtige Zukunftsaufgabe ist es, Menschen an die Natur heranzuführen und nicht, sie in Unsicherheit darüber zu versetzen, ob sie noch gemeinsam im Wald spazieren gehen dürfen“, sagte Eppler. Die Forstverwaltungen könnten bereits schon jetzt eingreifen, wenn der Wald durch Erholungsuchende strapaziert werde. Dafür brauche es keine generelle Einschränkung für das gesamte Bundesland. (dpa)

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