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Wahl in Bad Soden Souveräner Sieg für Blasch

Die Siegesserie der CDU-Kandidaten bei Bürgermeisterwahlen setzt sich in Bad Soden fort. Frank Blasch gewinnt mit 65,8 Prozent der Stimmen. Herausforderer Jan Willemsen (SPD) kommt auf 20,5 Prozent.

Bürgermeisterwahl
Jan Willemsen (SPD) gratuliert Wahlsieger Frank Blasch (links). Foto: Monika Müller

Die Hoffnung, er könne die Bürgermeisterwahl in Bad Soden auf Anhieb für sich entscheiden oder zumindest den Favoriten der CDU, Frank Blasch, in eine Stichwahl zwingen, musste Jan Willemsen gestern Abend schnell aufgeben. Nur im ersten Wahllokal, in dem die Stimmen ausgezählt waren, am Hübenbusch sowie in der Theodor-Heuss-Schule kam der Sozialdemokrat auf über 30 Prozent. Überall anders stimmten im Schnitt nur um die 20 Prozent der Wähler für Willemsen, und CDU-Mann Frank Blasch lag mit weitem Abstand vorn. Eines der besten Ergebnisse erzielt er mit über 80 Prozent in Neuenhain, wo der 41-Jährige mit seiner Familie wohnt.

Er sei überwältigt von dem Wahlergebnis, sagte Frank Blasch, der als letzter der drei Kandidaten gestern Abend mit seiner Frau Wibke und dem neun Monate alten Sohn Jakob ins Badehaus im Alten Kurpark kam und mit tosendem Applaus empfangen wurde. „Ich hatte auf 50 Prozent plus x gehofft, dass es über 65 Prozent werden, habe ich nicht erwartet.“

Eigentlich hätten die Bad Sodener erst 2021 einen neuen Rathauschef wählen müssen. Doch weil Amtsinhaber Norbert Altenkamp (CDU) bei der Bundestagswahl das Direktmandat für die Christdemokraten im Wahlkreis 181 errungen hatte und als Abgeordneter nach Berlin wechselte, war der vorgezogene Urnengang nötig geworden.

Mit Frank Blasch und Jan Willemsen hatten die beiden Koalitionspartner CDU und SPD ihre Fraktionschefs ins Rennen um den Chefsessel im Rathaus geschickt. Erstmals war auch ein Kandidat der FDP angetreten. Sven Hahnel erreichte mit 13,7 Prozent der Stimmen ein respektables Ergebnis und zeigte sich zufrieden. Einzig die niedrige Wahlbeteiligung sei zu bedauern, sagte der Liberale. „Offenbar sind Wahlen auf kommunaler Ebene für die Menschen nicht interessant“, vermutete er. „Das ist schade.“

Bei der CDU war die Freude darüber groß, dass sich die Siegesserie der christdemokratischen Bürgermeisterkandidaten in Bad Soden nahtlos fortsetzt. Noch ehe das Endergebnis feststand, nahmen die sechs CDU-Bürgermeister aus dem Main-Taunus-Kreis zusammen mit ihrem Parteichef Axel Wintermeyer Aufstellung für ein Gruppenfoto. Und Blaschs Vorgänger Norbert Altenkamp zeigte sich glücklich, dass „in der CDU-Bastion Bad Soden die Kontinuität garantiert ist.“ Ratschläge mochte er Blasch für sein neues Amt als Verwaltungschef nicht geben. „Aber ich wünsche ihm gute Nerven.“

Jan Willemsen war am Ende auch zufrieden mit seinem Abschneiden. Mit 20,5 Prozent bekam er immerhin deutlich mehr Stimmen als die Bad Sodener SPD bei den Kommunalwahlen und bei den Bundestagswahlen erzielt hatte. „Die Sozialdemokraten sind im Aufwind“ schlussfolgerte Willemsen, der seine Partei künftig in der Stadt sichtbarer machen will.

Frank Blasch wird das Amt des Bürgermeisters am 1. März antreten und davor noch drei Wochen in der Hessischen Staatskanzlei arbeiten. Dort war der 41-Jährige bisher als Referatsleiter der Abteilung Koordination beschäftigt.

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