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Von Mende verspricht Vorsicht BDA-Chef fühlt sich nach Rüffel nicht demontiert

Nachdem Christoph Mäckler aus dem Berufsverband ausgetreten war, wird unter den Architekten weiter diskutiert. Von Mende betonte derweil, der Verband habe nie gegen die Person Mäcklers auftreten wollen. Von Claus-Jürgen Göpfert

Der Streit ist noch nicht ausgestanden. Unter den Frankfurter Architekten wird "ganz schön diskutiert". Obwohl Zeugen glaubhaft berichten, dass sich bei einer öffentlichen Veranstaltung in dieser Woche zwei der schärfsten Kontrahenten die Hand schüttelten: Hans-Ulrich von Mende, Vorsitzender des Bundes Deutscher Architekten (BDA) in Frankfurt, gratulierte Christoph Mäckler doch tatsächlich zu dessen Geburtstag. Es blieb allerdings dabei, dass Mäckler von Mende "das Du entzogen hat".

Der Vorsitzende indes gelobt in einem Punkt Besserung. "Wir werden künftig bei öffentlichen Erklärungen des BDA Frankfurt bei Aussagen zur Person Vorsicht walten lassen", verspricht er. Schließlich gehe es dem BDA-Vorstand in Frankfurt bei öffentlicher Kritik stets "um die Sache".

Von Mende hält wie 180 andere BDA-Mitglieder in Frankfurt einen kritischen Brief in Händen, den der BDA-Landesvorstand formuliert hat. Darin heißt es: "Aussagen, die die Integrität der Gemeinschaft verletzen, sind inakzeptabel und können durch kein Mandat und keine Position innerhalb des BDA gedeckt werden."

Damit stellt sich der Landesvorstand an die Seite Christoph Mäcklers - allerdings kommt diese Aktion zu spät. Denn der Architektur-Star war nach Jahrzehnten Mitgliedschaft aus dem BDA ausgetreten. Er fühlte sich durch die Standesorganisation persönlich angegangen und beleidigt und wollte sich "nicht mehr länger vorführen lassen".

Von Mende betonte dagegen auch am Donnerstag, der Verband habe nie gegen die Person Mäcklers auftreten wollen. Es sei immer nur um Inhalte gegangen: Zum Beispiel darum, dass große Architekturaufträge in Frankfurt nach öffentlichen Wettbewerben vergeben werden - und nicht nach sogenannten Gutachterverfahren, zu denen der Investor nur wenige ausgewählte Architekten einlädt.

Natürlich schwingt in dieser Debatte stets mit, dass Mäckler wirtschaftlich recht erfolgreich ist und immer wieder lukrative Aufträge in Frankfurt und anderswo ergattert. In dieser Liga spielen nur wenige Frankfurter Artchitekturbüros.

Von Mende fühlte sich am Donnerstag nach dem Rüffel des Landesvorstandes nicht demontiert. "Ich werde zu 100 Prozent von der Frankfurter Architektenschaft getragen", behauptet er. Der 66-Jährige steht jetzt seit acht Jahren an der Spitze des BDA in Frankfurt und ist noch bis zum 31. Dezember gewählt. Ob er noch einmal kandidiert, lässt er zurzeit demonstrativ offen. "Ich weiß es noch nicht", sagt er.

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