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Volksbank Dreieich Crowdfunding für regionale Projekte

Die Volksbank Dreieich schafft erstmals eine Plattform für regionale Crowdfunding-Projekt von Vereinen und gemeinnützigen Einrichtungen im Kreis Offenbach.

Durch die neue Crowdfunding-Plattform können Sportvereine in der Region nun große Sprünge machen. Foto: Privat

Startnext und Kickstarter – das sind Worte, die die jüngere Generation sofort mit dem Begriff „Crowdfunding“ verbindet. Seit gestern kann auch die Volksbank Dreieich in diesem Atemzug genannt werden: Das Geldinstitut hat eine Plattform für regionale Crowdfunding-Projekte ins Leben gerufen. Vereine, Stiftungen, Tafeln und Institutionen aus dem Kreis Offenbach können somit erstmals auf einer eigens geschaffenen Internetseite Ideen vorstellen, für die sie Unterstützer benötigen. Vorstand Jens Prößer geht davon aus, dass die Anfragen angesichts immer geringerer kommunaler Förderung zahlreich sein werden.

Die Leichtathletikgemeinschaft (LG) Langen wünscht sich Kinderhürden, damit die kleinen Sportler nicht mehr über alte Bananenkisten als Hürdenersatz springen müssen. Das Tierheim Dreieich braucht dringend ein neues Dach, weil das alte undicht geworden ist. Die HSG Dietzenbach möchte ein Jugend-Handball-Camp durchführen, um so Nachwuchsspieler zu finden. Mit diesen drei Projekten – von Volksbank-Mitarbeitern angeregt – ging das Crowdfunding-Portal unter dem Motto „Mit Herz für die Region“ gestern an den Start. 2500, 15 000 beziehungsweise 6000 Euro sollen nun binnen 88 Tagen per „Schwarmfinanzierung“ zusammenkommen.

Spenden kann jeder per Kreditkarte, Lastschrift oder Überweisung, der auf den orangefarbenen Button „Jetzt Fan werden“ drückt und sich mit seinem Namen, dem Geburtsdatum und seiner E-Mail-Adresse registriert. Mindestens fünf Euro sollen es sein, hat die Volksbank festgelegt, und gibt selbst zu jeder Spende fünf Euro dazu. Als Dankeschön gibt’s dann Benefits von den Vereinen – etwa eine Gassirunde mit einem Tierheimbewohner oder die Nennung auf einer Spendentafel.

1,2 Millionen Besuche verzeichnet die Volksbank pro Jahr auf ihrer Internetseite. Da die Aktion dort künftig beworben wird, ergeben sich für die Vereine ganz neue Möglichkeiten. 50 000 Euro hat das Kreditinstitut für das Crowdfunding-Portal in die Hand genommen. Die bisherige Vereinsförderung soll trotzdem in gleicher Höhe erhalten bleiben. Eine Halbtageskraft wird die neue Internetseite künftig betreuen. Ganz uneigennützig ist die Initiative der Volksbank natürlich nicht. „So erreichen wir als regionale Bank in einem Zeitalter, in dem alles online erledigt wird, mögliche Kunden“, erklärt Prößer gegenüber der FR.

Mindestens 500 Euro groß soll das per Crowdfunding finanzierte Projekt sein. „Damit sich der Aufwand auch lohnt“, sagt Prößer. Vor den Preis hat die Bank aber den Fleiß gesetzt: Die Vereine und Institutionen müssen Bilder und Projektbeschreibungen selbst liefern. „Wir machen nur das Feintuning für die Internetseite“, sagt Bianca Hufnagel, die zusammen mit ihrem Kollegen Carsten Scheich die Idee hatte.

Bevor Geld fließt, müssen genügend Unterstützer gefunden werden. „Erst wenn die Fan-Generierungsphase erfolgreich durchlaufen ist, geht es in die Finanzierungsphase“, sagt Prößer.

Die Crowdfunding-Plattform ist unter www.vobadreieich.de/fuerdieregion im Internet zu finden.

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