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Volksabstimmung Nein zur Schuldenbremse

Bildung verträgt keine Sparmaßnahmen, sagt die Vorsitzende des Landeselternbeirates Kerstin Geis. Sie ruft deshalb alle Eltern auf, bei der Volksabstimmung gegen das Verbot einer Neuverschuldung zu stimmen. Der Elternbeirat fordert zudem die einheitliche Übernahme von Fahrtkosten bei allen Schülern bis zur 10. Klasse.

16.03.2011 13:01
Eine einheitliche Übernahme der Fahrtkosten bis mindestens zur 10. Klasse fordert der hessische Landeselternbeirat. Foto: Sascha Rheker/attenzione

Der hessische Landeselternbeirat (LEB) will die Umsetzung der Schuldenbremse verhindern. Der Verband rief die Eltern der hessischen Schüler dazu auf, bei der Volksabstimmung am 27. März gegen das Verbot der Neuverschuldung von 2020 an zu stimmen. Der Ansatz, zum zukünftigen Wohl der Kinder zu sparen, werde durch die Sparmaßnahmen der Landesregierung bei der Bildung konterkariert, sagte der Vorsitzende des Stadtelternbeirats Marburg, Bernd Mönnich, am Mittwoch in Wiesbaden. „Die Ressource Bildung verträgt keine Sparmaßnahmen“, betonte die LEB-Landesvorsitzende Kerstin Geis.

Der Beirat kritisierte geplante Kürzungen bei der Bildung bis 2012 in Höhe von 113 Millionen Euro. Davon sollten 45 Millionen in diesem und weitere 68,3 Millionen im nächsten Jahr eingespart werden.

Ungereimtheiten bei Fahrtkosten

Eine Neuregelung forderte der LEB bei Schulbussen und der Übernahme von Fahrtkosten bei verschiedenen Schulformen. Derzeit würden die Kosten bei G8-Schülern nur bis zum Hauptschulabschluss Ende der 9. Klasse übernommen - bei Realschülern aber bis zur Mittleren Reife nach der 10. Klasse, sagte die stellvertretende Vorsitzende des Kreiselternbeirats Wetterau, Karen Anschütz.

Der LEB verlangt eine einheitliche Übernahme der Fahrtkosten bis mindestens zur 10. Klasse. Außerdem müsse es rechtlich bindende Standards in Schulbussen geben, was Sicherheit, Wartezeiten und Auslastung angeht. Viele Busse seien immer wieder überfüllt, sagte Anschütz. „Gerade die kleinen Kinder fallen an den Haltestellen regelrecht aus den Bussen und müssen dann abgeholt werden.“Kritik gab es auch an dem Vorhaben, behinderte und nicht-behinderte Schüler gemeinsam zu unterrichten. Es sei gut, dass die sogenannte Inklusion in der anstehenden Neuauflage des Hessischen Schulgesetzes verankert sei. Die Änderungen seien aber halbherzig, weil sie nur bei ausreichenden personellen Ressourcen wirksam würden. Wenn Lehrer fehlten, müssten die Kinder doch wieder an einer Förderschule lernen anstatt an einer Regelschule. (dpa)

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