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Vogelsbergkreis Altöl-Einsatz in Alsfeld dauert an

1. UpdateDrei Tage nach dem Bekanntwerden eines Altöl-Unfalls bei einer Entsorgungsfirma in Alsfeld (Vogelsbergkreis) ist die Feuerwehr weiter im Einsatz.

11.12.2017 11:04
Feuerwehr
Die Feuerwehr im Einsatz (Symbolfoto). Foto: dpa

Drei Tage nach dem Bekanntwerden eines Altöl-Unfalls bei einer Entsorgungsfirma in Alsfeld (Vogelsbergkreis) dauert der Einsatz der Feuerwehr zur Begrenzung des Schadens noch immer an. Die Hilfskräfte seien nach wie vor damit beschäftigt, Bindemittel auf den belasteten Gewässern zu verteilen und das mit Öl vollgesogene Mittel von der Oberfläche abzuschöpfen, berichtete die Feuerwehr.

Wegen eines undichten Ventils an einem Tankwagen war Altöl in die Kanalisation und in Gewässer gelangt. Der Erlenteich sowie der Krebsbach, der in die Schwalm mündet, wurden mit Altöl verschmutzt. Dem Regierungspräsidium Gießen zufolge liefen insgesamt 8000 Liter Altöl aus. Mit einer Auffangwanne auf dem Firmengelände hätten nur 3000 Liter aufgefangen werden können. Warum genau das Ventil undicht war, ist nach Polizeiangaben noch unklar. Die Staatsanwaltschaft nimmt den Lastwagen nach Angaben des Vogelsbergkreises vom Montag unter die Lupe.

Die Feuerwehrleute dichteten nach Bekanntwerden des Unfalls Zuläufe des Teiches ab, brachten Ölsperren an und über 100 Säcke Bindemittel aus. Ein Ende der Tätigkeiten der Feuerwehr zur Bekämpfung des Schadens war zunächst nicht absehbar. Die Ölsperren etwa müssten aus Sicht der Unteren Wasserbehörde voraussichtlich noch mehrere Tage erhalten bleiben, betonte der Vogelsbergkreis. Die Verschmutzungen in einem Regenwasserkanal werden voraussichtlich am (morgigen) Dienstag von einer Spezialfirma beseitigt.

Die betroffene Entsorgungsfirma hat nach Angaben des Kreises eine Genehmigung für einen „Betrieb einer Anlage zum Umschlagen von gefährlichen, flüssigen Abfällen“. Diese datiere aus dem Jahr 2007. Auch die für solche Havariefälle vorgesehene Wanne zum Auffangen von Stoffen entspreche den Vorgaben. Zuletzt habe es im Januar 2015 eine Überprüfung gegeben, die nächste stehe erst im Mai 2019 an. (dpa)

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