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Verkehrswege Neues Internetportal für die Radfahrer

Seit Donnerstag hat die Kommune die Seite freigeschaltet, die Radfahrern Tipps geben und eine Plattform bieten soll, um Mängel aufzulisten und Anregungen zu geben. Von Jürgen Schultheis

09.10.2009 00:10
Jürgen Schultheis

Sie fahren Rad in der Stadt? Dann verlieren Sie keine Zeit und rufen die Seite www.radfahren-ffm.de der Stadt Frankfurt auf. Seit Donnerstag hat die Kommune die Seite freigeschaltet, die Radfahrern Tipps geben und eine Plattform bieten soll, um Mängel aufzulisten und Anregungen zu geben. Das hat nun zwar lange gedauert, bis das Angebot aufgebaut war - zumal die Bedeutung eines guten Informationsportals für den Radverkehr in den vergangenen Jahren immer wieder betont worden ist.

Aber nun steht die Seite, und mit ihr vor allem ein Service, der beiden Gruppen nutzen wird: Denen, die überlegen, aufs Rad umzusteigen, aber nicht wissen, wo und wie sie fahren sollen, und jenen, die gern und häufig unterwegs und immer dankbar sind für Tipps. Denn die Frankfurter Radfahrseite bietet nun erstmals eine Übersicht und einen Eindruck von den Anfang der 90er Jahre geplanten Routen, die kreuz und quer durch die Stadt führen.

Wer auf den Reiter "Erfolgsspur - Ihre Route durch die Stadt" klickt, gelangt über einen Link zu www.gpsies.com, wo Routenverlauf, Distanzen und Höhenmeter dargestellt sind. Radler können sich nun vor Fahrtbeginn solide über Strecke und Wetter informieren und sogar Wertungen für die jeweiligen Routen abgeben.

Neben anderen Angeboten auf der Hauptseite radfahren-ffm.de, die geschmackvoll von der Agentur FischerAppelt gestaltet worden ist, stellt sich das Team des neuen Radfahrbüros unter Leitung von Martin Boré vor.

Um auf das Angebot auch auf der Straße aufmerksam zu machen, lässt das Verkehrsdezernat in den nächsten Tagen die Radwege an ausgewählten Stellen mit kreisrunden Hinweisen auf die Website markieren. Lutz Sikorski (Grüne) und sein Team haben deshalb zusammen mit dem Radfahrbüro am Donnerstagmorgen die ersten Markierungen am spitzen Zulauf von Oederweg und Eckenheimer Landstraße gesetzt - und dabei soviel Aufmerksamkeit ausgelöst, dass gleich zwei Autofahrerinnen zusammengestoßen sind.

Die Zeiten seien vorbei, sagt Sikorski, in denen Radler meist nur zwischen Mai und September unterwegs seien. Die meisten Radler führen inzwischen ganzjährig. Nun will der Dezernent über das Radfahrbüro und die Website "direkt an das Objekt unserer Begierde" - die Radfahrer - herankommen. Der Anteil der Radler am Gesamtverkehrsaufkommen liegt in Frankfurt inzwischen bei 15 Prozent, in den nächsten Jahren will Sikorski die 20-Prozent-Marke erreichen. "Das ist ehrgeizig, aber ohne ehrgeizige Ziele kommt man nicht voran."

Die Website mit den Möglichkeiten direkter Kommunikation sieht Frankfurts Verkehrsdezernent als "Wertschätzung" der Radler an. "Ich verspreche mir davon eine lebhafte Debatte".

Die Frankfurter Sprühaktion, die Aufmerksamkeit fürs Projekt schaffen soll, ist eine temporäre Aktion: Weil das Dezernat Kreide aufmalen lässt, werden die Zeichen der Zeit dem nächsten Regen zum Opfer fallen.

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