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Verkehrsversuch in Offenbach Nachts nur Tempo 30

Autofahrer sollen in Offenbach nachts langsamer fahren. Eine breite Mehrheit der Stadtverordneten ist für einen Verkehrsversuch.

Auch in Offenbach soll Tempo 30 nachts auf Hauptstraßen getestet werden. Foto: dpa

Es gehe nicht darum, die Autofahrer mit Tempo 30 auf Hauptstraßen zu schikanieren, sondern darum zu testen, ob eine Geschwindigkeitsreduzierung tatsächlich zur nächtlichen Lärmminderung beitrage. Mit diesem Hinweis versuchte der FDP-Fraktionsvorsitzende Oliver Stirböck in der Stadtverordnetensitzung am Donnerstagabend mögliche Kritiker des geplanten Verkehrsversuchs zu besänftigen. Widerstand gegen den Test äußerte im Stadtparlament lediglich die Fraktion Die Linke, die die die Sinnhaftigkeit der nächtlichen Temporeduzierung auf Hauptstraßen bezweifelte. Ihre Vertreter enthielten sich der Stimme. Der Änderungsantrag, den die Koalition von CDU, Grünen, FDP und Freien Wählern als Reaktion auf den SPD-Antrag eingebracht hatte, wurde mit breiter Mehrheit angenommen. Auch die SPD votierte dafür.

Nach Angaben der Grünen-Stadtverordneten Sybille Schumann verfolgt der Antrag zwei Ziele: Hauptanliegen sei der Schutz der Anwohner vor Lärm. Zur Verringerung des Krachs soll auch eine „Verstetigung“ des Verkehrs etwa durch veränderte Ampelschaltungen erreicht werden. Außerdem geht es um mehr Verkehrssicherheit.

Die Koalition hatte den Änderungsantrag eingebracht, weil ihrer Ansicht nach die SPD-Forderung von „Tempo-30-Zonen“ auf Hauptverkehrsstraßen rechtlich ausgeschlossen ist. Möglich seien dort nur Geschwindigkeitsbegrenzungen. Die SPD-Stadtverordnete Rosa Kötter sprach von einer „lächerlichen Kritik“ und von „Haarspalterei“.

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