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Warnstreik im Nahverkehr Streik in Frankfurt: Das müssen Sie wissen

U- und Straßenbahnen stehen heute erneut in Frankfurt still. Grund ist ein Warnstreik im öffentlichen Dienst. Die FR informiert Sie, wie Sie gut durch den Streiktag kommen.

Streik in Frankfurt
Heute fahren in Frankfurt keine Straßen- und U-Bahnen. Foto: Anja Laud

Die Frankfurter müssen sich am Freitag erneut auf Behinderungen im Nahverkehr einstellen. Grund ist ein weiterer Warnstreik im öffentlichen Dienst. Betroffen sind die U- und Straßenbahnen sowie die Müllabfuhr. Aber auch in der Stadtverwaltung und in Kliniken sowie in Kindertagesstätten soll die Arbeit niedergelegt werden. Zudem plant die Gewerkschaft Verdi einen Sternen-Marsch in der Frankfurter Innenstadt zum Rossmarkt. Dort beginnt um 11.15 Uhr eine Kundgebung.

Die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) und die städtische Nahverkehrsgesellschaft traffiq gehen nach eigenen Angaben davon aus, dass durch den Warnstreik der öffentliche Nahverkehr in der gesamten Stadt gestört sein wird. Alle Betriebsstätten der Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) werden bestreikt, teilt eine Sprecherin der Gewerkschaft Verdi am Freitagmorgen mit. Das heißt: Alle neun U-Bahn-Linien und zehn Straßenbahnlinien fahren nicht. Doch anders als beim ersten Warnstreik am Mittwoch, 28. März, vor Ostern droht diesmal nicht ein fast völliger Stillstand im Nahverkehr.

In den Osterferien war der S-Bahn-Tunnel unter der Innenstadt, einer der meist befahrenen Bahnstrecken bundesweit, wegen Bauarbeiten gesperrt. Neben U-Bahnen und Straßenbahnen fielen während des ersten Warnstreiks auch noch die S-Bahnen aus. Wer durch die Stadt kommen wollte, musste einen der teilweise überfüllten Busse nehmen, aufs Rad umsteigen oder zu Fuß laufen. Gleichwohl blieb das erwartete Verkehrschaos aus. Die Pendler hatten sich auf den Streik eingestellt und frühzeitig nach Alternativen gesucht.

Am Freitag fahren neben Bussen auch die S-Bahnen, denn der S-Bahn-Tunnel ist seit Montag wieder geöffnet. Traffiq empfiehlt Fahrgästen für Freitag, sich kurz vor Fahrtantritt noch einmal aktuelle Informationen einzuholen und alternative Linien zu wählen.

Folgende Linien fahren am Freitag:

-  Es fahren alle S-Bahnlinien (S1 bis S9).

-  Es fahren alle Regionalzüge

- Es fahren nahezu alle Buslinien, einschließlich des Schienenersatzverkehrs Offenbach Stadtgrenze – Oberrad – Südbahnhof/Bruchstraße.

Folgende Linien verkehren voraussichtlich nicht:

- alle U-Bahnlinien und Straßenbahnen

- die Buslinie 103 (Offenbach – Bornheim)

Hier finden Sie Informationen zum Fahrplan:

- Das Service-Telefon des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV) ist rund um die Uhr unter der Rufnummer 069/24 24 80 24 zu erreichen.

- Im Internet finden sich unter www.rmv-frankfurt.de Informationen zum Fahrplan.

- RMV und VGF informieren auch in den sozialen Medien über Facebook und Twitter.

Weitere Streiks im öffentlichen Dienst:

Neben dem öffentlichen Nahverkehr soll in Frankfurt nach Informationen von Verdi auch  folgende Betriebe und Institutionen bestreikt werden:

 - die Frankfurter Stadtentwässerung

-  die Frankfurter Entsorgungsbetriebe

- die städtische Bühnen

- das Klinikum Höchst

- die Stadtverwaltung Frankfurt

- die Praunheimer Werkstätten

- der Verein Arbeits- und Erziehungshilfe

- der AWO-Bezirksverband Hessen-Süd

- die Orthopädische Universitätsklinik Friedrichsheim

- die Heilig Geist-Klinik

- weitere Kliniken in öffentlicher Hand.

Ausfälle bei der Müllabfuhr erwartet

Die Frankfurter Entsorgungsbetriebe, die zuständig für die Müllabfuhr und die Straßenreinigung sind, gehen davon aus, dass am Freitag mehr Mitarbeiter als beim ersten Warnstreik vor Ostern die Arbeit niederlegen werden. Sie rechnen deshalb mit deutlich größeren Auswirkungen. Die Frankfurter müssten sich bei der Hausmüll-, Sperrmüll und Schadstoffentsorgung auf Ausfälle einstellen. Das gleiche gelte für die Straßenreinigung.

Die Stadt wird dennoch nicht im Müll untergehen. Ausgefallene Touren werden im Laufe der nächsten Woche peu à peu nachgeholt. Die FES wird am Streiktag selbst noch genauer über die Auswirkungen informieren.

Die Wertstoffhöfe werden nach bisherigem Stand am Freitag von einem Basisdienst betrieben werden können, teilt die Stadt mit.

Vorstellungen am Schauspiel und in der Oper fallen aus

Wegen des Warnstreiks muss auch das Schauspielhaus in Frankfurt umdisponieren. Die für den  Freitag geplante Premiere „Emilia Galotti“ wird auf Samstag, 14. April, 19.30 Uhr verschoben. Die bereits erworbenen Karten behalten ihre Gültigkeit für den neuen Premierentermin.

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