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VGF in Frankfurt Freies WLAN in Frankfurter Straßenbahn

Die VGF rüstet ein Fahrzeug für eine Viertelmillion Euro mit technischen Finessen wie WLAN aus. Die Straßenbahn fährt derzeit in Frankfurt auf der Linie 17.

Wenn die Tram vorbeifährt, einsteigen und Handy zücken. Foto: Andreas Arnold

Die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) und ihr Partner Siemens haben eine Straßenbahn mit kostenlosem WLAN ausgestattet. Derzeit fährt die Tram auf der Linie 17, soll aber auf allen Linien eingesetzt werden, sagte VGF-Geschäftsführer Michael Budig. Fahrgäste können sich mit ihrem mobilen Endgerät im WLAN-Netz einloggen, müssen vorher die Geschäftsbedingungen akzeptieren und surfen dann gratis. Über USB-Anschlüsse lassen sich Handys aufladen.

Für 250 000 Euro hat die VGF eine rund 25 Jahre alte Straßenbahn nachgerüstet. Im Inneren zeigen Monitore die kommenden Stationen an. Dadurch sollen sich Fahrgäste besser orientieren können. Auch Wetterinfos und Eigenwerbung der VGF werden eingeblendet.

Für mehr Sicherheit sollen 360-Grad-Kameras sorgen. Sie sind an der Wagendecke montiert. Die Bilder werden live auf kleinen Bildschirmen im Fahrerhaus angezeigt. Nach 72 Stunden löscht die VGF die Aufnahmen wegen des Datenschutzes.

Ein Assistenzsystem hilft den Fahrern, Zusammenstöße zu vermeiden. Kameras und Radarsensoren sind auf die Strecke gerichtet und erkennen Hindernisse im Gleis. Zunächst ertönt ein Warnsignal. Beachtet es der Fahrer nicht, bremst die Bahn automatisch ab. Die Türen an den Mehrzweckbereichen öffnen sich automatisch für Fahrgäste, die an Haltestellen warten. Wer in die Bahn einsteigen will, muss den Knopf nicht drücken. Im Inneren funktioniert das nicht. Damit niemand, der an der Tür lehnt, herausfällt.

Neue LED-Lichter

Im Innenraum leuchten neue LED-Lichter statt Leuchtstoffröhren. Außerdem strahlen neue Scheinwerfer, Bremslichter, Blinker. Die Blinker sind in Epoxidharz gegossen, wasserdicht und können quasi nicht kaputtgehen. Ersatzteile für die Straßenbahn werden zum Teil im Drei-D-Drucker hergestellt. Dazu zählen etwa die Einsätze für die Monitore in der Fahrerkabine..

Beim Zugriff auf das WLAN-Netz bekommen die Kunden auf der Startseite angezeigt, wo sie sich gerade befinden. Haltestellen und Umsteigemöglichkeiten sind abrufbar. „Wir müssen nun die nächsten Schritte gehen, um die digitalen Angebote in der Masse umzusetzen“, sagte der scheidende Verkehrsdezernent Stefan Majer (Grüne). Wenn neue Straßenbahnen ausgeschrieben werden, sollen die technischen Möglichkeiten berücksichtigt werden, so Stadtkämmerer Uwe Becker (CDU). Das kann laut VGF-Geschäftsführer Michael Budig aber noch „einige Jahre“ dauern. Derzeit fahren in Frankfurt insgesamt 110 Straßenbahnen des neueren Typs S und des älteren Typs R. Die R-Wagen wurden in den 1990er geliefert.

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