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Verkehr Straßenbahn 16 soll wieder nach Offenbach fahren

Bernadette Weyland, die OB-Kandidatin der CDU, will die Straßenbahn von Frankfurt nach Offenbach verlängern. Ganz neu ist der Vorschlag nicht.

Verkehrsmuseum Schwanheim
Die Historische Straßenbahn Linie 16. Foto: Peter Jülich

Bernadette Weyland, die Kandidatin der CDU für das Amt des Oberbürgermeisters, will die Straßenbahn-Linie 16 von Frankfurt nach Offenbach verlängern. Das wäre „ein wichtiger Schritt für das Zusammenleben in der Region und den Zusammenhalt zwischen den beiden Städten“, sagte sie.

Derzeit hält die Tram an der Station Offenbach-Stadtgrenze. Bis 1996 fuhr sie über die Frankfurter Straße ins Stadtzentrum von Offenbach hinein. Die Stadt Offenbach hatte die Linie aus Kostengründen 1996 stillgelegt. 1995 war die S-Bahn-Strecke zwischen Offenbach und Frankfurt in Betrieb gegangen.

Weylands Vorschlag unterstützen zwei ihrer Parteifreunde: Peter Freier, der OB-Kandidat der CDU in Offenbach, und Christian Becker, der Ortsvorsteher im Ortsbeirat 5 (Oberrad, Sachsenhausen, Niederrad, Flughafen). Sie fordern darüber hinaus, dass der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) die Tarifgrenze zwischen Frankfurt und Offenbach aufheben soll.

Künftig soll dem Vorschlag gemäß die Linie 16 die Kaiserstraße in Offenbach ansteuern. „Damit hätten die Oberräder wieder eine schnelle Verbindung in die Nachbarstadt“, sagte Christian Becker.

Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) reagierte darauf mit Ironie. „Ein Jahr, nachdem die schwarz-rot-grüne Koalition den Koalitionsvertrag formuliert hat, nimmt Frau Weyland zur Kenntnis, was darin steht“, sagte er. Im Rahmen des „Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes“ werde der Magistrat die Verlängerung der Straßenbahn nach Offenbach „wohlwollend prüfen“. Das soll in etwa zwei Jahren so weit sein. Die Kosten für die Investition in Schienen, Stationen und Leitungen müssten aus Sicht von Oesterling bei der Stadt Offenbach liegen, da die Trasse auf ihrem Gebiet verlaufen soll. Bei den Betriebskosten sei eine Aufteilung zwischen Offenbach und Frankfurt denkbar, da beide Städte von zusätzlichen Fahrgästen profitierten. Für die Verlängerung der Tramstrecke spreche sich auch der Offenbacher OB Horst Schneider (SPD) aus.

Zuletzt hatte sich Michael Rüffer, der neue technische Geschäftsführer der Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF), im FR-Interview für eine Verlängerung der Linie 16 nach Offenbach eingesetzt, dabei aber betont, die Politik müsse diese Entscheidung treffen. Ein Jahr zuvor hatte die VGF in einer Pressemitteilung verkündet, die rund 2,5 Kilometer Strecke werde nun gebaut, die Kosten lägen bei 3,5 Millionen Euro. Das war allerdings nicht ganz ernst gemeint. Die Mitteilung kam am 1. April 2016 heraus.

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