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Verkehr Offenbacher Landstraße gesperrt

Zehn Monate lang ist die Offenbacher Landstraße in Oberrad gesperrt. Auf Anwohner und Händler kommen harte Zeiten zu,

Kein Durchkommen auf der Offenbacher Landstraße bis Februar 2018. Foto: christoph boeckheler 0049.1702932067 mail@boeckheler.com

Großbaustellen werden die Frankfurter in den kommenden Monaten auf Trab halten. Ab Montag wird nicht nur die Eschersheimer Landstraße am Dornbusch gesperrt (die FR berichtete). Auch auf der Offenbacher Landstraße geht für Autofahrer, Radfahrer und Straßenbahnpendler ab Montag nichts mehr. Zehn Monate lang.

Die Stadt lässt die zentrale Verkehrsachse in Oberrad bis Februar 2018 umbauen. Kein Durchkommen gibt es für Autos zwischen Balduinstraße und Buchrainplatz. Straßenbahnen fahren nicht, die Linie 16 endet am Buchrainplatz. Den Auftrag führt die Firma Jean Bratengeier aus.

Die Baufirma aus Dreieich war auch für die Arbeiten auf der Eckenheimer Landstraße verantwortlich. Deren Abschluss verzögerte sich im vergangenen Jahr um sechs Wochen, was für Ärger unter Anwohnern und Geschäftsleuten führte. Mit „einem straffen Baustellenmanagement“ solle der Zeitplan – zehn Monate bis Bauende – diesmal eingehalten werden, sagte Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) am Freitag. Die Kosten der Arbeiten betragen zehn Millionen Euro.

Ortsvorsteher Christian Becker (CDU) zeigte sich „zufrieden, dass es nun losgeht, nach mehr als 20-jähriger Diskussion“. Das Stadtparlament hatte die Vorplanung schon 1993 beschlossen. Ein erster Abschnitt um die Haltestelle Balduinstraße wurde schon erneuert. Nun folgt der zweite, weitaus längere Teil der Straße, die in einem schlechten Zustand ist. Gebaut wird von Montag bis Samstag, 7 bis 20 Uhr. Arbeiten an den Wochenenden und nachts sind nicht ausgeschlossen, sie sollen aber die Ausnahme bleiben.

Das Straßenbauamt hat Broschüren verteilt, eine Infoveranstaltung angeboten. Beratung ist vorgesehen. Trotz Informationsfluss stehen den Oberrädern harte Zeiten bevor. Anwohner werden unter Lärm und Staub der Baustelle leiden. Geschäftsinhaber werden einen Teil der Kundschaft vermissen.

Nach dem Umbau wird die Straße anders aussehen. Der neue Asphalt mindere den Lärm um zwei bis drei Dezibel, sagte Michaela Kraft, Leiterin des Straßenbauamtes. Die Haltestelle Bleiweißstraße baut die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) barrierefrei um. Schienen werden getauscht, Oberleitungen erneuert. Damit die Straße nicht mehrfach aufgerissen werden muss, werden auch neue Leitungen für Strom, Gas, Wasser verlegt.

Für Radfahrer markiert die Stadt Schutzstreifen auf beiden Seiten der Fahrbahn. Sie verlaufen auf Höhe der Station Bleiweißstraße hinter den Haltestellen. Während der Bauzeit fallen die Parkplätze an der Baustelle weg. Nach dem Umbau bleiben 89 Parkplätze erhalten, das sind 15 weniger als zuvor. 13 Bäume werden gepflanzt.

In der Bauzeit führt die Umleitung für Autofahrer über die Gerbermühlstraße. Radfahrer weichen über die Kochstraße aus. Anwohner kommen jederzeit zu ihren Häusern. Die VGF richtet einen Ersatzverkehr ein, zwischen den Stationen Stadtgrenze Offenbach über Buchrainplatz und Südbahnhof/Bruchstraße. Die Buslinien 81/82 fahren nach einem Sonderplan, die Nachtbusse n61/n62 werden umgeleitet.

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