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Verkehr in Frankfurt Parkautomaten für ganz Bornheim

Anwohner mit Bewohnerparkausweis sollen künftig keine Gebühren am Parkscheinautomaten zahlen - mit Ausnahme an der Berger Straße.

Es gibt kaum einen Stadtteil in Frankfurt, der so unter Parkdruck leidet, wie Bornheim. Anwohner, Theatergänger, Angestellte, Besucher von Gaststätten und Kunden des Einzelhandels, – wer mit dem Auto nach Bornheim kommt, sucht lange, bis er einen freien Parkplatz gefunden hat. Gleichzeitig gibt es relativ wenige private Parkplätze im dicht bebauten Gründerzeitviertel. „Die Ausstattung an privaten Parkplätzen ist prekär“, sagt Stefan Lüdecke, Referent von Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD).

Um die Parkplatzsuche für die Anwohner zu verbessern, will die Stadt die vorhandenen Parkplätze im öffentlichen Raum neu aufteilen. Das soll den Parkdruck senken.

Nur wenige Straßen in Bornheim sind derzeit nach dem Prinzip des Bewohnerparkens aufgeteilt – eine Straßenseite ist von morgens bis mittags und von nachmittags bis abends – für Inhaber der Bewohnerparkausweise reserviert. Die andere Straßenseite steht allen anderen zur Verfügung. Der größte Teil Bornheims ist noch ohne Bewohnerparkregelung. Ab 2019 soll sich das ändern. Dann soll Parkscheinautomaten im kompletten Stadtteil stehen. „Durch eine flächendeckende Parkraumbewirtschaft mit Parkscheinautomaten, von der die Bewohner mit Parkausweis freigestellt werden, sollen die Parkchancen für die Bewohner erhöht werden“, sagte Lüdecke, und weiter: Gleichzeitig bleibe Bornheim für Kunden und Besucher, die mit dem Auto kommen, erreichbar.

25 Euro pro Jahr

Ein Bewohnerparkausweis, den Bewohner bei der Stadt beantragen können, kostet 50 Euro und ist für zwei Jahre gültig.

Dem zuständigen Ortsbeirat 4 sei das Vorhaben im Jahr 2014 vorgestellt worden, worauf das Stadtteilgremium mit Zustimmung reagiert habe. In diesem Jahr erarbeite nun die Stadtverwaltung die „Feinkonzeption“ für die betroffenen Straßen, die Umsetzung beginne im kommenden Jahr. Anders als in der Innenstadt, die quasi flächendeckend mit Parkscheinautomaten bewirtschaftet ist, soll es an den Automaten in Bornheim keine Höchstparkdauer geben. So könnten etwa private Besucher und Handwerker so lange am Automaten stehen, wie sie bezahlten. Eine Kurzeitregelung über die Parkscheibe – wie im Stadtteil Höchst – schließe die Stadt in Bornheim aus, weil es sonst zu wenig Möglichkeiten gebe, lange zu parken. Parkhäuser seien rar.

Eine Ausnahme soll die Berger Straße bilden, wo heute schon Parkscheinautomaten stehen. Dort werde es keine Befreiung für die Bewohner geben, „um die Situation für die Einzelhandelskunden nicht zu verschärften“, sagte Lüdecke.

In einzelnen Nebenstraßen, wo kaum Fremdparker anzutreffen seien, werde geprüft, ob der Parkraum „vollständig“ für die Bewohner reserviert werden könne. Das hänge davon ab, wie diese Parkgebiete zugeschnitten seien. Denn laut Straßenverkehrsordnung müsse den Fremdparkern in Bewohnerparkzonen immer die Hälfte des Parkraums zur Verfügung stehen.

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