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Verkehr in Frankfurt Hitze in der Fahrerkabine

Nicht alle Wagen der VGF sind für Fahrgäste und Fahrer klimatisiert.

Sprudelwasser zur Erfrischung
Nach der Fahrt steht der Wunsch nach Erfrischung. Foto: Wolfgang Kumm (dpa)

Im Sommer schwitzen nicht nur die Fahrgäste in alten Straßenbahnen, auch den Fahrern ist es zu heiß. „Wenn es draußen 30 Grad sind, sind es in der Fahrerkabine gefühlt 50“, sagt Davide Dinis. Er ist Straßenbahnfahrer und im Vorstand der Nah-Verkehrs-Gewerkschaft (NahVG), Ortsgruppe Frankfurt.

Als er den FR-Artikel „Warum ist es in manchen Bahnen so heiß?“ las, habe er sich gewundert. Noch längst nicht hätten alle Bahnen eine klimatisierte Fahrerkabine, merkte er an. Die Information stammte aus dem Blog der VGF; die FR hatte sie übernommen, mittlerweile hat die VGF die Info korrigiert.

Es ist so: Die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) hat die Fahrerstände der U-Bahnen vom Typ U4 mit Klimatechnik nachgerüstet. Auch das neueste U-Bahn-Modell U5 ist klimatisiert - für Fahrer und für Fahrgäste.

Bei den Straßenbahnen verhält es sich folgendermaßen: Nur die neuesten Wagen vom Typ S haben eine Klimatisierung für Fahrgäste und Fahrer. Die Wagen vom Typ R aus den 1990er Jahren und die P-Wagen aus dem 1970er Jahren sind ohne Klimatechnik unterwegs. „Wenn man jung ist, hält man diese Hitze in der Kabine noch aus, aber ab einem gewissen Alter wird es schwierig“, sagt Dinis. Bei den R-Wagen sei es wegen der Statik nicht möglich, die Klimatechnik nachzurüsten. In den P-Wagen ließen sich die Fenster in der Kabine öffnen - immerhin.

Neue Straßenbahnen  bestellt

Neue Straßenbahnen seien zwar bestellt. Aber die ersten Wagen vom Typ T kämen Ende 2020. „Bis alle T-Wagen da sind, werden noch vier oder fünf Jahre vergehen, sagt der Gewerkschafter. „Wir können nun nicht mehr machen, als warten, bis die neuen Wagen da sind“.

Was können die Fahrer in der Zwischenzeit tun? „Die VGF bietet den Fahrern an, sich von Kollegen ablösen zu lassen, falls es ihnen zu heiß wird.“ Das täten einige Fahrer, aber nicht alle. Die Sorge vor dem Verlust des Arbeitsplatzes spiele eine Rolle. Dabei sucht die VGF derzeit Auszubildende und Schienenbahnfahrer - eine Kampagne läuft - auch auf der Internetseite der VGF.

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