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Verkehr Frankfurter Fernbusbahnhof bleibt ein Provisorium

Fernbusse verzeichnen steigende Passagierzahlen - doch in Frankfurt müssen die Fahrgäste mit einem Provisorium leben. Nur drei von 14 Haltebuchten sind in Betrieb.

11.09.2017 19:49
Fernbusbahnhof
Reges Flixbus-Treiben: Neben der Baustelle für ein neues Steigenberger-Hotel ist das Fernbus-Terminal bislang nur in Ansätzen da. Foto: Arne Dedert (dpa)

Der Rohbau des neuen Steigenberger-Hotels am Frankfurter Hauptbahnhof ist fast fertig und der provisorische Fernbusbahnhof am Interims-Parkhaus in Betrieb. Der Branchenriese Flixbus nutzt die ersten drei von 14 geplanten Haltebuchten seit mehr als einem Dreivierteljahr. So soll es noch ein gutes Jahr weitergehen: Der Fernbusbahnhof werde vom Frühjahr 2018 an „in einem Rutsch gebaut“, berichtet Markus Diekow vom Projektentwickler CA Immo. Ende 2018 / Anfang 2019 soll die Eröffnung sein.

Eine provisorische Erweiterung der drei Haltestellen, wie ursprünglich geplant, sei in Gesprächen mit der Stadt und der Verkehrsgesellschaft Frankfurt verworfen worden. Der Grund: Dies würde den Verkehr rund um den Platz, auf dem das Hotel gebaut wird, zu sehr beeinträchtigen, wie Diekow sagt.

Die Haltestelle verfüge derzeit nur über eine Grundausstattung mit Fahrplanaushängen, stellt ein Sprecher von Flixbus fest. „Es fehlen noch eine digitale Anzeigetafel, barrierefreie Toiletten sowie ein überdachter Wartebereich.“ Zudem komme es wegen der Bauarbeiten in Stoßzeiten immer wieder zu „Herausforderungen“. Ein reibungsloser Ablauf des täglichen Betriebs werde dennoch gewährleistet.

Flixbus lobt vor allem die Lage des Zentralen Omnibusbahnhofs (ZOB) in Frankfurt. Dieser sei sehr gut an den öffentlichen Nah- und Fernverkehr angebunden und biete im direkten Umfeld diverse Einkaufsmöglichkeiten.

Kartenverkaufsstelle und Café geplant

Zum fertigen Fernbusbahnhof sollen außer den 14 überdachten Haltestellen eine Kartenverkaufsstelle, ein Café, Toiletten und ein kleiner Laden gehören. CA Immo investiert dafür auf dem Gelände an der Südseite des Hauptbahnhofs rund 8,5 Millionen Euro.

Um die Bauarbeiten für ein Hotel und den Busbahnhof auf dem ehemaligen Parkplatz zu ermöglichen, wurde ein fünfstöckiges provisorisches Parkhaus mit rund 350 Stellplätzen geschaffen. Im Erdgeschoss ist die erste Fahrradgarage der Stadt mit 420 Abstellplätzen und einer Werkstatt untergekommen. Allerdings sei diese noch nicht so gefragt wie gedacht, heißt es. Wohl auch, weil der Eingang zwischen Bussen, Reisenden und Baustelle schwer zu finden ist.

Das Parkhaus werde sicherlich noch einige Jahre stehen bleiben, sagt Diekow. Dann soll an dem Standort ein Hochhaus mit Tiefgarage entstehen. Der Hochhausrahmenplan sieht rund 100 Meter Höhe vor. Einzelheiten sind aber noch unklar.

Das siebte Haus der Steigenberger Hotel Group in der Messestadt wird voraussichtlich in der ersten Jahreshälfte 2019 eröffnet. Vorgesehen sind rund 420 Zimmern, 80 unterirdische Parkplätze, sechs Konferenzräume, eine Bar und ein Restaurant. (dpa)

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