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Uber in Frankfurt Uber lässt wieder Autos fahren

Das US-Unternehmen Uber vermittelt seit Mittwoch in Frankfurt Taxis und Mietwagen – mit Chauffeur.

Taxi
Uber vermittelt auch herkömmliche Taxis. Foto: Michael Schick

Zweiter Anlauf für Uber in Frankfurt: Der Fahrdienstvermittler bietet seit Mittwoch wieder seine Dienste an und will sich diesmal an Regeln und Gesetze halten. Das Ordnungsamt kündigt Überprüfungen an.

Vor drei Jahren war Uber mit einem aggressiven Konzept in Frankfurt präsent. Das Unternehmen wollte den Taxis Konkurrenz machen und setzte dabei auf seine vor allem in den USA bewährte Praxis. Privatleute sollten als Fahrer agieren. Doch schnell gab es juristischen Ärger, weil der Taximarkt in Deutschland ganz andere Privilegien genießt als in anderen Ländern. Schließlich zog sich Uber aus der Stadt zurück.

Nun soll alles anders werden. „Wir haben auf alle Fälle dazugelernt“, sagte Unternehmenssprecher Tobias Fröhlich im Gespräch mit der FR. Uber werde die Rechtslage beachten und eben keine Privatleute als Fahrer einsetzen.

Im Wesentlichen hält das Unternehmen über seine App seit Mittwoch zwei Angebote parat. Zum einen können die Kunden ein herkömmliches Taxi buchen. Dabei vermittelt Uber den Auftrag an einen Taxifahrer und kassiert eine Provision. Ähnliche Angebote gibt es bereits von anderen Unternehmen, sie sich zunutze machen wollen, dass der Taxiruf gerade von vielen jungen Leuten als antiquiert und wenig kundenfreundlich wahrgenommen wird.

Außerdem kann man über Uber Mietwagen buchen – aber nicht selbst fahren. Das Unternehmen vermittelt ein Fahrzeug mit einem Chauffeur, der einen Personenbeförderungsschein hat. Die Kunden bekommen also einen Fahrdienst, wobei die Fahrer keine Taxiprivilegien genießen. Sie können nicht an Halteplätzen stehen, sie dürfen auch nicht unterwegs Fahrgäste aufnehmen, sondern müssen nach jeder Tour zurück zum Sitz ihres Betriebes – es sei denn, sie bekommen unterwegs einen neuen Auftrag, was die Hoffnung von Uber sei, so Sprecher Fröhlich.

„Keine Dumping-Preise“

Uber verlange für die meisten Fahrten im Mietwagen etwas weniger Geld als die herkömmlichen Taxis, die sich an den von der Frankfurter Stadtverordnetenversammlung beschlossenen Tarif halten müssen, sagte Fröhlich: „Wir machen aber keine Dumping-Preise.“ Durch eine höhere Auslastung der Fahrzeuge könne das Unternehmen, das in Deutschland bereits in Berlin, München und Düsseldorf agiert, günstigere Konditionen anbieten.

Wie viele Mietwagen und Taxis seit Mittwoch für Uber im Einsatz sind, wollte Fröhlich nicht sagen. Ziel sei, dass kein Kunde lange auf ein Auto warten müsse. Zumindest sollte das für Fahrgäste mit guten Bewertungen gelten. Denn nach jeder Tour darf nicht nur der Kunde, sondern auch der Fahrer Noten vergeben. Wer sich regelmäßig schlecht benimmt, dürfte Probleme haben, schnell ein Fahrzeug vermittelt zu bekommen, „aber so einen Fall hatten wir in Deutschland noch gar nicht“, sagte Fröhlich.

Michael Jenisch, Sprecher des Ordnungsamts, kündigte an, man werde das Auftreten von Uber auf dem Markt beobachten. In jedem Fall gelte es, „taxigleiches Verhalten“ zu verhindern.

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