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U5 Oesterling beklagt schleppenden Ablauf

Frankfurts Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) berichtet ausführlich über Probleme beim Bau der U5-Haltestellen im Nordend.

Die Arbeiten auf der Eckenheimer ziehen sich hin. Foto: Andreas Arnold

Über die Schwierigkeiten beim Bau der U5-Haltestellen Musterschule und Glauburgstraße hat Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) am Dienstagabend im Verkehrsausschuss berichtet. „Dies ist ein subjektiver Bericht, keine offizielle Aufarbeitung“, stellte er voran. Am Montag, 1. August, – Oesterling war 14 Tage im Amt – habe er die Geschäftsführung der VGF besucht. Damals sei ihm mitgeteilt worden: Die Haltestelle Glauburgstraße werde nicht fristgerecht, zum 26. August, fertig. „Aufgrund von Lieferverzögerungen der Grenzsteine des Bahnsteigs zu den Gleisen“, so Oesterling. Die Station Musterschule werde hingegen zum 26. August fertig.

Beim Gespräch habe er auch erfahren, dass die VGF die Gleise an der Eckenheimer Landstraße/ Ecke Marbachweg in den Herbstferien zu erneuern gedenke. Die neuen Wagen bräuchten in der 90-Grad-Kurve mehr Platz, um nicht aneinanderzurasseln. Von Montag, 17. Oktober, bis Mittwoch, 2. November, fährt die U5 nur zwischen Hauptbahnhof und Hauptfriedhof. „Beides habe ich zur Kenntnis genommen und die VGF gebeten, das zeitnah zu kommunizieren“, sagte er. Dann seien unbekannte Leitungen auf der Eckenheimer Landstraße/Höhe Glauburgstraße gefunden worden. Die Kreuzung blieb für den Verkehr gesperrt. Eine Woche verging. Die VGF hatte noch nichts von der Verzögerung kommuniziert.

Am Dienstag, 9. August, sei Oesterling die Baustelle auf der Eckenheimer Landstraße abgelaufen. Selbst als „Laie“ habe er festgestellt: Nicht nur die Station Glauburgstraße sei weit entfernt von einer Fertigstellung gewesen, auch die Station Musterschule.

Am selben Nachmittag habe die VGF ihn informiert, der Zeitplan für die Station Musterschule werde eingehalten. Am gleichen Abend sei der VGF-Geschäftsführer Thomas Wissgott die Baustelle abgegangen. Daraufhin war klar: „Es ist ausgeschlossen, dass die Haltestelle Musterschule in Betrieb geht.“

Auf einer Krisensitzung der VGF kam die Idee auf, die alten Wagen mit Klappstufen einzusetzen. Das habe die technische Aufsicht abgelehnt. Zu gefährlich, die Wagen im Straßenraum zwischen Musterschule und Glauburgstraße halten zu lassen. Die Öffentlichkeit informierte die VGF erst am 16. August. „Es gab Defizite in der internen Kommunikation“, sagte Oesterling.

Weil möglicherweise „ein Rechtsstreit“ mit der Baufirma Jean Bratengeier drohe, wollte er sich nicht zu weiteren Details äußern. „Bauablauf, Baubegleitung, Vertragsgestaltung müssen wir bewerten.“ Er kündigte „Schlussfolgerungen“ für eine der kommenden Ausschusssitzungen an. Eine Kompensation für Fahrgäste und Geschäftsleute sei allerdings „rechtlich keine Pflicht“. Derzeit werde überlegt, eine „Geste“ anzubieten.

Annette Rinn (FDP) nannte die „Zustände unfassbar und erschütternd.“ Martin Kliehm (Linke) mahnte an, bei Ausschreibungen „nicht immer den Günstigsten“ zu nehmen. Nico Wehnemann (Die Fraktion) meinte, mit einer „Tüte Bonbons“ sei es als Geste nicht getan. Wolfgang Siefert (Grüne), der den Ausschuss leitet, erteilte einer „Fahrgeldrückerstattung“ eine Absage. Er könne sich aber ein „Fest“ zur Eröffnung der Linie U5 vorstellen. Die U5 soll ab Montag, 10. Oktober, an der Musterschule halten, ab Ende Oktober an der Glauburgstraße. Auch der Ortsbeirat 3 befasst sich mit dem Thema.

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