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U-Bahn Frankfurt U5 fährt wieder bis Preungesheim

Die Endstation der Frankfurter U-Bahn-Linie U5 in Preungesheim ist umgebaut und wieder in Betrieb, die Bahnsteige sind auf 80 Zentimeter angehoben. Wirklich barrierefrei ist die Station allerdings erst, wenn ab Herbst 2016 moderne Wagen auf der Strecke fahren.

(Fast) barrierefrei: die umgebaute U-5-Endstation. Foto: Andreas Arnold

Die U-Bahn-Linie U5 fährt seit Montag wieder bis nach Preungesheim. Nach fünf Monaten Fahrpause ist die umgebaute Endhaltestelle nun wieder in Betrieb. Sie hat, was eine U-Bahn-Station in Frankfurt heutzutage braucht: 80 Meter lange Bahnsteige – an denen drei Wagen halten können. 80 Zentimeter hohe Bahnsteige – dort stoppen die Bahnen so, dass die Fahrgäste ebenerdig aussteigen können.

In der Theorie. Praktisch fahren zwischen Hauptbahnhof und Preungesheim noch die kantigen Ptb-Wagen aus den 1970er Jahren, mit ihren Klapptrittstufen. Fahrgäste müssen eine Stufe überwinden.

Und zwar noch ein dreiviertel Jahr lang. Bis Herbst 2016 will die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) die Stationen Musterschule und Glauburgstraße barrierefrei umgebaut haben. Baustart ist im Frühjahr.

Dagegen hatte eine Bürgerinitiative Widerspruch erhoben, wegen Sicherheitsbedenken. Nachdem die VGF ihre Planung nachgearbeitet hatte, genehmigte das Regierungspräsidium Darmstadt den Bau.

Wenn die Stationen Musterschule und Glauburgstraße fertig sind, können dort die neuen U-Bahn-Wagen fahren. Die geräumigen vom Typ U5. „Zum kleinen Fahrplanwechsel im Sommer wollen wir die neuen Wagen einsetzen“, sagte Verkehrsdezernent Stefan Majer (Grüne). Die U5 hält dann barrierefrei zwischen Hauptbahnhof und Preungesheim.

An allen Stationen, außer einer, dem Neuen Jüdischen Friedhof. Dafür hat die Stadt noch kein Geld im Etat. Es gebe auch „noch keine abgestimmte Planung“, so Majer. Nur jene, dass die Haltestelle direkt vorm Haupteingang der letzten Ruhestätte liegen soll. Das sei mit der Jüdischen Gemeinde abgesprochen.

Die U5 fährt ab Herbst also an der Station Neuer Jüdischer Friedhof vorbei, stoppt davor und danach, am Hauptfriedhof und am Marbachweg/Sozialzentrum. Bis die neue Station gebaut ist.

Zu bauen ist auch noch der barrierefreie Busbahnhof an der Endstation Preungesheim. Im März sollen die drei Monate dauernden Arbeiten beginnen, kündigte VGF-Geschäftsführer Michael Budig an. Die Einbahnregelung in der Weinstraße ist wieder aufgehoben, die Parkplätze sind wieder frei; die Stadt hatte sie gestrichen, weil sonst die Busse des Schienenersatzverkehrs nicht durchgekommen wären.

Ab Preungesheim sei auch eine Verlängerung der U-Bahn zum Frankfurter Berg möglich, so Budig. Die Gleise der Station, die jetzt an Prellböcken enden, könne die VGF nach Norden verlängern. Die Bauzeit würde etwa ein Jahr dauern. „Da wird noch viel zu planen und zu diskutieren sein“, sagte Majer, der sich für den Ausbau aussprach. Aber erst, wenn die U-Bahn ins Europaviertel verlängert sei, im Jahre 2022.

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