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Speedmarathon Mit Karacho um die Kurve

Bei der Tempo-Kontrollaktion „Speedmarathon“ winkt die Polizei zu schnell fahrende Fahrzeuge heraus. Es gibt auch schon ein Zwischenergebnis.

Polizei blitzt! | Speedmarathon | Frankfurt | 19.04.2017
Hier wird häufiger die Geschwindigkeit kontrolliert: auf der Miquelallee, unter der Brücke. Foto: peter-juelich.com (peter-juelich.com)

Bei der Tempo-Kontrollaktion „Speedmarathon“ hat die Polizei am Mittwoch eine positive Zwischenbilanz gezogen. Viele Verkehrsteilnehmer seien offensichtlich gut informiert gewesen, berichtete ein Polizeisprecher. Die Beanstandungsquote habe in einem deutlich geringeren Bereich gelegen als früher .

Auf der A7 in Osthessen zum Beispiel durchfuhren den Angaben zufolge etwa 7000 Fahrzeuge die Messtechnikstelle. Rund 150 Fahrzeugführer, also knapp zwei Prozent, waren zu schnell. Bei Messungen in der Vergangenheit habe die Beanstandungsquote hier bei sechs bis sieben Prozent gelegen. Auch in Frankfurt kontrollierte die Polizei den ganzen Tag lang die Geschwindigkeit an zahlreichen Stellen.

So auch an der Miquelallee, wo Christina Gutenberger und Yul Baumann von der Verkehrsüberwachung der Polizei hinter der Betonsäule einer Brücke stehen. In einer Kurve, in der Autofahrer so richtig Schwung holen können, wenn sie von der Stadtmitte kommend nach Bockenheim abbiegen wollen. 50 Stundenkilometer sind hier erlaubt. Ein Golf mit Frankfurter Nummerschild fährt vorbei. Das Lasergerät knistert. Der Apparat zeigt 68 Stundenkilometer an, schießt ein Foto.

Yul Baumann greift zum Funkgerät und meldet den Fahrzeugtyp, das Nummernschild und das erfasste Tempo an die Beamten, die vorne an der Straße warten. Die winken den Fahrer heraus, werfen ihm die überhöhte Geschwindigkeit vor, nehmen die Personalien auf. Das Bußgeld kann er gleich bezahlen, in bar, oder später, wenn der Bescheid von der Bußgeldstelle in Kassel kommt. 13 Stundenkilometer innerorts zu schnell, macht 35 Euro. „Wenn er Beschwerde einlegt, wird es teurer“, sagt Einsatzleiter Thomas Karger. Sein Team steht am Mittwoch nicht nur an der Miquelallee, einem „Unfallschwerpunkt“, wie Karger erläutert, sondern auch einigen anderen Stellen in der Stadt: der Breitenbachbrücke zwischen Industriehof und Kirchplatz, der Gutleut- und der Rosa-Luxemburg-Straße, der Friedberger Land- und der Ludwig-Landmann-Straße, außerdem in Sachsenhausen und in Niederrad.

„Schild nicht gesehen“

In Einsatzfahrzeugen sind die Beamten unterwegs, erfassen die Geschwindigkeit im fließenden Verkehr, etwa auf den Stadtautobahnen. Über sechs mit Lasermessgeräten ausgestatteten Fahrzeuge verfüge die Frankfurter Polizei, sagt Isabell Neumann von der Pressestelle. „Wir wollen erreichen, dass die Zahl der Unfälle mit Toten und Verletzten zurückgeht.“ Die häufigsten Unfallursachen seien immer noch zu geringer Abstand und zu hohe Geschwindigkeit.

Die Kontrollen dauern bis 22 Uhr abends an, eine vollständige Auswertung soll folgen. Der schnellste Temposünder, der in Frankfurt bis mittags erfasst worden ist, fuhr 81 Stundenkilometer. Das kostete ihn 160 Euro, der Führerschein wird einen Monat lang weg sein. Auch Theodor R., der in seinem Auto mit MKK-Kennzeichen unterwegs ist, muss an der Miquelallee stoppen. Er ist mit 75 Stundenkilometern um die Kurve gekommen. „Ich habe das Schild nicht gesehen“, sagt er nur. fle

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