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Schwarzfahren in Frankfurt Mit neuen Geräten Fahrgäste schneller kontrollieren

Die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) will mit neuen Geräten die Fahrscheinkontrollen beschleunigen. Die aktuelle Schwarzfahrerquote in U-Bahnen und Tramlinien liegt bei sechs Prozent.

Knut Ringat
DIe neuen Kontrollgeräte: RMV-Geschäftsführer Knut Ringat leiht sie gerne aus. Foto: Christoph Boeckheler

Sie sind leichter, kleiner – und sollen Fahrscheinkontrollen beschleunigen: Die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) hat auf der Fachmesse Hypermotion ihr erstes von 200 neuen Prüfgeräten erhalten. Insgesamt 700 Stück gibt der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) an lokale Verkehrsunternehmen aus.

„Wir wollen die Leute nicht unnötig aufhalten“, sagt Dusan Jekic, der bei der VGF den Prüfdienst leitet. Rund 80 Frauen und Männer sind für das städtische Verkehrsunternehmen unterwegs, um Menschen ohne Fahrkarte zu erwischen. Allerdings nur in der U-Bahn und auf den Tramlinien, denn Busse betreibt die VGF nicht. Die aktuelle Schwarzfahrerquote: sechs Prozent.

Insbesondere Stationskontrollen sollen schneller werden. Hierfür positionieren sich Prüfer an den Ausgängen von U-Bahnhöfen und passen Menschen nach Ende ihrer Fahrt ab. Wenn viel los ist, kann das schon mal einen Moment dauern. Zukünftig wird laut Jekic „der Prüfvorgang beschleunigt“: Die neuen Geräte haben leistungsstärkere Prozessoren, was das Auslesen der immer weiter verbreiteten E-Tickets verkürzt.

Die bisherigen VGF-Geräte seien inzwischen zehn Jahre alt, vor allem bei Kälte mache ihr Akku gerne einmal schlapp. RMV-weit kommt sogar noch Technik aus den 1970er Jahren zum Einsatz, und zwar „von jedem Hersteller Europas“. Das sagt Knut Ringat, Geschäftsführer des RMV. 

Einheitliches IT-System

Sein Ziel sei deshalb die „Harmonisierung von Gerätetechnik und Kontrollinfrastruktur“. Zu letzterer zählt auch ein einheitliches Hintergrundsystem. „Dort treffen sich alle Daten“, sagt Ringat, beispielsweise von Kontrollen und dem E-Ticket-Vertrieb. An sich gibt es das schon seit fünf Jahren, doch einzelne Verkehrsbetriebe nutzten bislang ein eigenes Parallelsystem – darunter die VGF. Der Verzicht darauf spart der städtischen Gesellschaft Geld, auch lassen sich Updates und Funktionserweiterungen leichter durchführen. Für die technische Umsetzung ist eine RMV-Servicegesellschaft verantwortlich.

2500 Euro kostet ein Kontrollgerät, es gibt zwei Varianten: Mit oder ohne Druckmodul. Schließlich genügt ein Drucker pro Kontrollteam, wenn ein Schwarzfahrer ins Netz geht. Käufer ist der RMV, der die Geräte seit September an Verkehrsbetriebe verleiht. Bislang sind 180 Stück im Einsatz, Ende 2019 sollen alle ausgeliefert sein. 

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